Messe lockt schon am ersten Tag eine vierstellige Zahl von Interessierten

„Harpstedt Aktiv“ bleibt ein Besuchermagnet

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Ratsherr Wolfgang Krössing in der „Gewinndusche“. Gefangene Coupons mit Punkten hielt er mit dem Mund davon ab, wieder „wegzuflattern“.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Die Präsenz des Nordseebades Carolinensiel-Harlesiel auf der „Harpstedt Aktiv“ stach ein wenig aus dem Spektrum der fast 80 Aussteller heraus. Sie gehe auf persönliche Kontakte zu Frank Müller zurück, verrieten die Auszubildenden Merle Metzler und Jennifer Kluge. Der Messe-Organisator, zugleich Vorsitzender der Aktiven Werbegemeinschaft, mache gern Urlaub an der Nordsee.

Ansonsten aber präsentierten am Wochenende primär Unternehmen und Non-Profit-Einrichtungen aus der Samtgemeinde Harpstedt sowie der Umgebung bei „Müller Aluminium“ im Gewerbegebiet „Amtsacker“ einen Querschnitt ihres Leistungsspektrums. Von A wie Autohaus bis Z wie Zimmerei reichte das Spektrum. Positiv überrascht vom Verlauf des ersten Messetages zeigten sich Aussteller auf Nachfrage. Kfz-Teile-Händler Stefan Wachholder etwa schätzte die Zahl der Besucher, die am Sonnabend kamen, auf zwischen 2.000 und 3.000. Er freute sich über einige erfolgreiche Geschäftsabschlüsse. Normalerweise sei der Sonntag der bessere Tag; das könne diesmal aber wegen der Wetterverschlechterung womöglich anders sein, fürchtete Wachholder. Doch als sich der Himmel aufklärte, strömten die Besucher auch an Tag zwei herbei.

Hier und da boten Aussteller über die bloße Information hinaus echten Erlebniswert. Die Volksbank Wildeshauser Geest etwa lenkte die Aufmerksamkeit mit der „Gewinndusche“ auf sich: Wer wollte, der ließ sich in einer telefonzellenartigen Box einen kräftigen Wind um die Nase wehen, der etliche Zettel mit darauf notierten Punkten aufwirbelte. Eine Hand auf den Rücken und mit der anderen so viele Coupons wie möglich fangen – so lautete die Aufgabe. Je nach Erfolg gab es einen kleineren oder größeren Sofortgewinn. Zu den begehrtesten Preisen zählte ein hochwertiges Grillbesteck. Die Selfie-Box des Fotostudios „Photogen“ entpuppte sich ebenfalls als echter Publikumsmagnet. Am Stand von „Schultze Holzbau“ auf dem Freigelände hämmerte Dachdecker Frederick Meyer Herzen aus Naturschiefer. Die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn (DHE) GmbH präsentierte ihren neuen Linienbus, der demnächst auf der Linie 226/227 (Wildeshausen–Harpstedt–Bremen) in Betrieb geht. „Die Technik für die Echtzeit-Anzeige muss noch installiert werden“, verriet Geschäftsführer Harald Wrede. Die Spedition „Kombifracht“ kam mit dem Container der Wachstumsregion „Hansalinie“. Wer Lust darauf hatte, der stellte hier an einem Lkw-Fahrsimulator sein Können unter Beweis.

2.600 Messe-Tombolalose warteten darauf, zum Stückpreis von einem Euro unters Volk gebracht zu werden. „600 Preise schüttet die Aktive Werbegemeinschaft aus. Eine sehr gute Quote“, urteilte Frank Müller. Als Hauptpreise lockten drei Gutscheine im Wert von 500, 300 und 200 Euro, einzulösen bei der DHE, dem Fahrradspezialisten Michl sowie dem Büro- und Telekommunikationsdienstleister „Fix und Fax“. Kinder konnten beim Ponyreiten oder im Karussell vergnügliche Runden drehen, Geschicklichkeitsspiele der Jugendpflege ausprobieren, sich auf dem Bungee-Trampolin in atemberaubende Höhen katapultieren lassen oder sich auf der Hüpfburg austoben. Eine Aussichtsgondel, den ein Kran zog, ermöglichte tolle Ausblicke auf das Messegelände und den Flecken Harpstedt. In kulinarischer Hinsicht bediente die Messe ganz unterschiedliche Geschmäcker.

Gespräche mit Ausstellern brachten Interessantes zutage. So auch am Stand der in Groß Ippener beheimateten Behinderteneinrichtung „Albertushof“ mit Tagesförderung, wo seit etwa einem Monat ein Betonprojekt läuft. Bewohner stellen Deko aus Beton für Haus und Garten her. Die Verkaufserlöse flössen letztlich in Form von Motivationsprämien an sie zurück, erklärte Christof Naber, der stellvertretende Einrichtungsleiter. Das „Harpstedt Aktiv“-Beipropramm hatte von Einrad-Küren des Unicycle-Teams über Samba bis hin zu Live-Musik der „Prager“, des Ensembles „Wildes Blech“ und der Musikschule „Strings“ viel zu bieten.

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