„Dankbarkeit in Ahrweiler war unglaublich“

Eindrücke, die im Gedächtnis bleiben

Andrang am Grill: Aylin Yavuz (l.) schneidet Brötchen auf, während Stefan Müller Würste „brutzelt“. Quelle: Facebook
+
Andrang am Grill: Aylin Yavuz (l.) schneidet Brötchen auf, während Stefan Müller Würste „brutzelt“. Quelle: Facebook

Harpstedt/Ahrweiler – Bewegende Eindrücke hat Aylin Yavuz aus Bad Neuenahr-Ahrweiler zurück mit nach Harpstedt genommen. Die Menschen in der schwer von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Stadt seien so unglaublich dankbar. Niemand habe gesagt, es möge bloß keiner mehr zum Helfen kommen. Das Gegenteil sei der Fall gewesen, sagt die 31-Jährige: „Die Menschen freuen sich über jede freiwillige Hilfe.

Auch darüber, dass Leute sie mit Essen versorgen. Ich könnte vor Rührung schon wieder heulen, wenn ich daran denke. Du gibt’s den Menschen eine Bratwurst mit Brötchen, Kraut- oder Kartoffelsalat, kochst zusätzlich Kaffee und hörst in einer Minute gefühlt 100-mal ein Dankeschön.“

Wir wollten einfach dokumentieren, dass die gesammelten Sachspenden auch ankommen. Und wie nötig die Menschen die Hilfe haben.“

Aylin Yavuz

Mit ihrem Mann Ahmet sowie Stefan Müller vom Imbiss „Pappsatt“ war die Harpstedterin mitten in der Nacht, um 1 Uhr, nach Ahrweiler aufgebrochen. Das Trio lieferte dort Sachspenden ab, die vorübergehend im Imbiss „Liberty’s“ lagerten, und grillte für die Hochwassergeschädigten. „Der Einsatzleiter vor Ort hatte uns gebeten, schon vor 8 Uhr da zu sein. Er wies uns auf eine beabsichtigte Sperrung der Zufahrten hin, denn man rechne mit Hooligans – mit Störern. Es blieb ruhig. Wir selbst mussten zum Glück nicht erleben, dass Helfer mit Müll beworfen werden. Hässliche Szenen spielten sich aber in der Eifel ab. Dort war Marcel Melloh aus Dünsen auch noch hingefahren, um Sachspenden abzugeben“, erzählt Aylin Yavuz.

Mit zwei Grills, vier Kartons voller Hygieneartikel, Batterien und Taschenlampen sowie zusätzlich mit Arbeitshandschuhen und Schaufeln war ihr Sprinter beladen gewesen. Ein Freund aus Syke, Matthias Müller, machte sich mit einem weiteren Transporter auf den Weg.

„Wir gaben unsere Sachen bei der Realschule ab. Dort stand auch ein Foodtruck. An einem Stand mit Sachspenden konnte sich jeder, der etwas brauchte, bedienen“, erzählt die 31-Jährige. Die Bratwürste aus Harpstedt, mehr als 1 200 Stück, seien bis 18.30 Uhr komplett gegrillt und verzehrt gewesen. „Wir haben uns zudem selbst mit Besen und dergleichen an den Aufräumarbeiten bei der Realschule beteiligt“, schildert Aylin Yavuz. Ihr Mann Ahmet lief zwischenzeitlich kurz etwas herum und filmte. „Wir wollten einfach dokumentieren, dass die gesammelten Sachspenden auch ankommen. Und wie nötig die Menschen die Hilfe haben“, so die Harpstedterin.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Neue Hausarztpraxis am Westring in Wildeshausen

Neue Hausarztpraxis am Westring in Wildeshausen

Neue Hausarztpraxis am Westring in Wildeshausen
Kirmes kommt doch noch nach Wildeshausen

Kirmes kommt doch noch nach Wildeshausen

Kirmes kommt doch noch nach Wildeshausen
Heftige Reaktionen auf 2G-Regel: „Kack denen vor die Tür“

Heftige Reaktionen auf 2G-Regel: „Kack denen vor die Tür“

Heftige Reaktionen auf 2G-Regel: „Kack denen vor die Tür“
3 000 Zigarettenkippen in Wildeshausen gesammelt

3 000 Zigarettenkippen in Wildeshausen gesammelt

3 000 Zigarettenkippen in Wildeshausen gesammelt

Kommentare