DRK-Handarbeitskreis

„Trösterchen“ für ein Kinderlachen

Den jüngsten „Trösterchen-Schub“ hat Gisela Puppa ganz allein gefertigt.
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Den jüngsten „Trösterchen-Schub“ hat Gisela Puppa ganz allein gefertigt.

Harpstedt – Unermüdlich strickt und häkelt die mittlerweile 91-jährige Gisela Puppa aus dem Handarbeitskreis des DRK-Ortsvereins Harpstedt kleine Teddys, Puppen und Tierfiguren. Die sollen Mädchen und Jungen in belastenden Situationen Trost spenden – etwa, wenn Kinder im Rettungswagen transportiert werden, im Krankenhaus liegen oder gar in einem Frauenhaus erlittene Gewalterfahrungen verarbeiten müssen.

Der eingetragene Verein „Kinderlachen Oldenburg“ um seinen Vorsitzenden Horst Häuser weiß um den Nutzen der Trostteddys und kümmert sich darum, dass sie genau dorthin gelangen, wo sie benötigt werden. Schon im fünften Jahr unterstützt der Harpstedter DRK-Handarbeitskreis die Initiative und spendet eigens gefertigte „Trösterchen“.

Einmal jährlich, immer vor Weihnachten, bekommt der Oldenburger Verein eine Lieferung; die jüngste liegt erst anderthalb Wochen zurück. Diesmal hat Gisela Puppa die Produktion ganz allein gewuppt. „Sie hat sich gerade jetzt, in der Coronazeit, richtig reingekniet und ihre Wolle verarbeitet. Die Watte zum Stopfen der Teddys und Wollpuppen schickt uns stets Herr Häuser“, weiß Erika Hormann, Leiterin des DRK-Handarbeitskreises.

Dankesbriefe, die von Herzen kommen

Für ihren herausragenden Einsatz hat der Verein „Kinderlachen Oldenburg“ die ebenso eifrige wie betagte Harpstedterin Gisela Puppa in der Vergangenheit schon mal mit einer Urkunde geehrt. Nach jeder Lieferung bedankt sich obendrein der Vorsitzende Horst Häuser mit einem Schreiben, das von Herzen kommt, bei den Handarbeitsdamen.

Ein Basar in Hude hatte den redensartlichen Stein ursprünglich ins Rollen gebracht. Den beschickte damals der Harpstedter Handarbeitskreis. Darauf besann sich wiederum der DRK-Kreisverband, als der Verein „Kinderlachen“ dort anklopfte und fragte, ob es in den Reihen der Rotkreuzler Gruppen gebe, die Trostteddys produzieren könnten. Die damalige Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Harpstedt, Reinholde Lehmhus, erfuhr davon und sprach die Damen um Erika Hormann 2017 an. Beherzt griff der Harpstedter Handarbeitskreis zu Wolle und Häkel- oder Stricknadeln – und legte los. Das Rote Kreuz schätzt die Gruppe seit vielen Jahren als echte Stütze, weil sie die eigenen Handarbeiten verkauft und die Erlöse dem DRK-Ortsverein spendet.

Handarbeiten „auf Halde“

Das hätten die Damen gern auch am Totensonntag getan, aber der geplante Basar fiel wegen der Coronawelle ins Wasser. Zu allem Überfluss gab es – wie schon im vergangenen Jahr – keine Weihnachtsfeier in der Begegnungsstätte für die Flüchtlingsfamilien. Die Geflüchteten hatten bei diesem Anlass in früheren Jahren ebenfalls vom Engagement der Damen profitiert: Die älteren Kinder und die Erwachsenen durften sich Gestricktes und Gehäkeltes für den Eigenbedarf aussuchen und mitnehmen, ohne dass es sie etwas kostete, während der Nikolaus es höchstselbst übernahm, die Kleinsten zu beschenken. Das Interesse sei sehr groß gewesen, erinnert sich Erika Hormann. „Wir haben das 2017, 2018 und 2019 gemacht und dabei immer Sachen im Wert von etwa 800 Euro verschenkt“, erzählt die Leiterin der Handarbeitsgruppe. „Das haben wir anhand der entfernten Preisschilder errechnet“, fügt sie hinzu.

Wegen des ausgefallenen Basars liegen nun etliche Handarbeiten, hauptsächlich wärmende Sachen für den Winter, „auf Halde“ und warten auf Käufer. Wer Interesse an Schals, Socken oder Mützen hat, kann sich gern bei Erika Hormann unter Telefon 04244/966 233 melden.

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