SPD hält dies für die beste Lösung im Zusammenhang mit der Schaffung neuer Krippenplätze

Wie bei der Kita „Zwergnase“ könnte der Flecken bauen und an die Samtgemeinde vermieten

Harpstedt - Die Sozialdemokraten wünschen weiterhin einen Neubau zwecks Schaffung neuer Kinderkrippenplätze in zwei Gruppen, streben jetzt aber – auf Flecken-Ebene – an, dass der Flecken baut und die Immobilie dann an die Samtgemeinde Harpstedt vermietet.

Das geht aus einem Antrag hervor, den Klaus Budzin an Gemeindedirektor Ingo Fichter gerichtet hat. Damit sprechen sich die Sozialdemokraten für jenes „Finanzierungsmodell“ aus, das bereits bei der Kindertagesstätte „Zwergnase“ in Harpstedt am Standort „Am Kleinen Wege“ angewandt worden war. Aus Sicht der SPD-Fleckenratsfraktion wäre diese Alternative auch jetzt „die beste Lösung“, urteilt Budzin. Die Gemeinde Harpstedt, also der Flecken, könnte die Baumaßnahme aus seiner Rücklage finanzieren und hätte dann nicht, wie im Samtgemeinde-Haushaltsentwurf für 2016 aufgeführt, „rund 160000 Euro für die Samtgemeindeumlage“ aufzubringen. Im Übrigen ginge es mit dem Leitbild konform, wenn junge Familien vor Ort Krippenplätze zur Verfügung gestellt bekämen.

Budzin weist darauf hin, dass auf die gemeindeeigenen Ersparnisse aktuell fast keine Guthabenzinsen gezahlt werden. Will heißen: Die „liquiden Mittel“, die der Flecken auf der hohen Kante hat, vermehren sich nicht merklich. Käme der Krippen-Neubau 20 Prozent teurer als die Kita „Zwergnase“ im Jahr 2008, so wäre er für maximal 800000 Euro zu realisieren, rechnen die Sozialdemokraten vor. In dieser Summe seien die erheblichen Zuschüsse nicht berücksichtigt. Die Verwaltung im Amtshof hatte für einen zweigruppigen Neubau rund 860000 Euro angesetzt, die Standortfrage aber offen gelassen.

Der Flecken würde, sofern er tatsächlich Bauherr werden sollte, natürlich auf eigenem Grund und Boden bauen. Die SPD-Samtgemeinderatsfraktion hatte sich bereits kürzlich in einem Antrag für die Freifläche bei der bestehenden Kita „Zwergnase“ als Standort ausgesprochen. Der nun von Klaus Budzin formulierte Antrag kommt indes von der SPD-Fleckenratsfraktion. Er sieht auch vor, dass die Gemeinde Harpstedt umgehend mit der Samtgemeinde in Kontakt treten möge, damit das Projekt Krippen-Neubau zeitnah realisiert werden könne.

Ob überhaupt neu gebaut werden soll, ist allerdings noch nicht entschieden – und die Standortfrage ebenfalls offen. Diesbezüglich hat der am 5. November ab 19 Uhr tagende Samtgemeinderat das Wort. Mit einer Entscheidung darüber, in welcher Form und wo zwei neue Krippengruppen geschaffen werden sollen, ist in der Sitzung zu rechnen, zumal die Zeit wegen der am 31. März endenden Antragsfrist für die Zuschüsse knapp wird.

boh

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