Ergebnis einer Verlosung

Grundschule Harpstedt zieht selbst Gemüse im Hochbeet

Saatgut hatten Birgit Gartelmann (hinten l.) und Jutta Hohnholz (hinten r.) aus dem Kreislandfrauenvorstand sowie Jutta Döpcke (Mitte), die aktiv in das „Kochen mit Kindern“ involviert ist, mitgebracht. Nach der Einsaat mit Heike Möhlenhoff (vorn) werden die Kinder nun beobachten, wie Wurzeln, Radieschen und Salat gedeihen.
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Saatgut hatten Birgit Gartelmann (hinten l.) und Jutta Hohnholz (hinten r.) aus dem Kreislandfrauenvorstand sowie Jutta Döpcke (Mitte), die aktiv in das „Kochen mit Kindern“ involviert ist, mitgebracht. Nach der Einsaat mit Heike Möhlenhoff (vorn) werden die Kinder nun beobachten, wie Wurzeln, Radieschen und Salat gedeihen.

Harpstedt – Sie werden, wenn‘s nötig ist, gießen und Kraut jäten, immer wieder nachschauen, ob schon etwas sprießt, werden Möhren, Radieschen, Feld- und Kopfsalat wachsen sehen und auch ernten: Kinder aus der nachschulischen Betreuung der Grundschule Harpstedt haben am Donnerstagmittag zusammen mit der pädagogischen Mitarbeiterin Heike Möhlenhoff Gemüsesamen eingesät – im Beisein von drei Landfrauen.

Voller Vorfreude scharten sie sich um ein kindgerechtes, 56 Zentimeter hohes Hochbeet, das sogar mit einem Schneckenschutz versehen ist. Zu dieser Bereicherung für den Pausenhof waren sie mit Fortunas Hilfe auf Landfraueninitiative gekommen. 19 Grundschulen hatten Interesse an einem Hochbeet bekundet; gleich drei Stück wurden im Zuge eines Seminars des Vereins „Kochen mit Kindern“ und des Kreislandfrauenverbandes Grafschaft Hoya verlost. Hannah aus Osterbinde durfte vor den Augen der Kursteilnehmerinnen die Glücksfee spielen. Grund zum Jubeln gab es danach in Hoya, Neubruchhausen und Harpstedt – an den gezogenen „Gewinnergrundschulen“.

„Kochen mit Kindern“ musste ausfallen

Wie Nahrungsmittel erzeugt werden, welchen Weg sie von der Aussaat bis zur Ernte und Verarbeitung nehmen und welchen Nährwert landwirtschaftliche Produkte haben, erklären Landfrauen Dritt- und Viertklässlern schon seit vielen Jahren beim „Kochen mit Kindern“. 2020 setzten sie allerdings notgedrungen aus. Coronabedingt mussten die beliebten Kochaktionen unterbleiben.

„Für unser ,gesundes Frühstück‘ wäre selbst geerntetes Gemüse natürlich toll gewesen.“

Heike Möhlenhoff

Die Enttäuschung darüber mündete aufseiten des Kreislandfrauenverbands und des Vereins „Kochen mit Kindern“ in die Idee, „zumindest drei Schulen die Möglichkeit zum eigenen Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern zu geben“, so die Verbands- und Vereinsvorsitzende Jutta Hohnholz. Hochbeete, mitunter Wachstumsbeete genannt, bieten dafür beste Voraussetzungen. Mit der Verlosung war es nicht getan. Die Einzelteile wollten zusammengeschraubt und die Hochbeete dann mit Strauchschnitt und – darüber – Erde befüllt werden. In Harpstedt half Hausmeister Matthias Wachendorf den Landfrauen.

Kinder mit Saatgut versorgt

Jede der „Gewinnerschulen“ bekam sozusagen das „All-inclusive-Paket“. Auf dem Harpstedter Pausenhof konnten die Kinder aus der nachschulischen Betreuung am Donnerstag sofort zur Aussaat schreiten, zumal die Landfrauen Jutta Hohnholz, Birgit Gartelmann und Jutta Döpcke sie mit Saatgut versorgten. Worauf sie sich am meisten freuen? „Auf die Karotten“, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen.

„Für unser ,gesundes Frühstück" wäre selbst geerntetes Gemüse natürlich toll gewesen“, seufzte Heike Möhlenhoff. Aber leider sei auch das bis auf Weiteres der Coronapandemie zum Opfer gefallen. Es werde sich sicher gleichwohl eine Gelegenheit zum Verspeisen der eigenen Ernte in gemütlicher Runde ergeben, zeigte sich die pädagogische Mitarbeiterin zuversichtlich.

Verständnis für die Natur ist ein Ziel

Dass selbst gezogenes Gemüse weit mehr Arbeit macht als gekauftes aus dem Supermarkt, wird den Schülerinnen und Schülern nicht verborgen bleiben. Vielleicht, so zumindest die Hoffnung der Landfrauen, wächst bei den Kindern mit den eigenen Beobachtungen und dem eigenen Tun an „ihrem“ Hochbeet ja auch ihr Verständnis für die Natur. Und für die – trotz aller technischen Errungenschaften – auch heute noch mühevolle Arbeit in der Landwirtschaft.

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