Grundschule Dünsen wieder Thema

Sagt die Politik nun auch „B“?

Dünsen/Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. „Wer A sagt, muss auch B sagen“,konstatiert der Volksmund. Mit Blick auf die Grundschule Dünsen hat die Politik bislang nur A gesagt – und sich im Januar für den Erhalt ausgesprochen. Schon das ist ihr keineswegs leicht gefallen. Wie schwer mag ihr wohl erst das „B“ über die Lippen kommen? Wie ernst die Entscheidungsträger das Bekenntnis für den Standort nehmen, wird sich nun zeigen, wenn es darum geht, die Schule mit baulichen Maßnahmen zukunfsfähig zu machen und dafür Geld in die Hand zu nehmen. Viel Geld.

Das Thema holt am Dienstag, 9. Juni, zunächst den Samtgemeinde-Schulausschuss wieder ein. Das Gremium tagt ab 17 Uhr öffentlich im Harpstedter Hotel „Zur Wasserburg“.

Die Verwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht und als Reaktion auf die am 4. Februar grundschulseitig beantragten Sanierungs- und Baumaßnahmen für zwei verschiedene Ausführungsvarianten Kostenvoranschläge eingeholt, die auf Planungen des Syker Ingenieurbüros Glüsenkamp beruhen.

Danach liegt der voraussichtliche Investitionsbedarf mit 300000 bis 315000 Euro zwischen den 108000 bis 123000 Euro, die Architekt Jürgen Köster auf der Grundlage eines eigenen Planentwurfs geschätzt hatte, und den 500000 Euro, die in einer heftig angefeindeten Beratungsvorlage der Verwaltung – noch unter der Führung von Uwe Cordes als Samtgemeindebürgermeister – aufgetaucht waren.

Die jetzt geschätzten Kosten schließen die Aufwendungen für die Sanierung der Außenfassade ein – und für eine bauliche Erweiterung mit Behinderten-WC sowie zwei zusätzlichen separaten Räumen. Dadurch wäre es möglich, ein Schulleiterbüro und einen Gruppenraum (Multifunktionsraum) zu schaffen. Variante eins sieht eine Überbauung der südlich an die Pausenhalle anschließenden Außenterrasse vor. Hierbei entstünden neben einem Behinderten-WC zwei Räume mit insgesamt 31,81 Quadratmetern Fläche. Kostenpunkt: rund 315000 Euro.

Option zwei beinhaltet eine Umnutzung des bisherigen Klassenraumes zwei und – als Ersatz – den Anbau eines Klassenzimmers an das Gebäude in westliche Richtung. Die Verwaltung hält diese Alternative für sinnvoll, zumal sich damit neben dem Behinderten-WC zwei etwas größere Räumlichkeiten mit insgesamt 39,79 Quadrametern schaffen ließen – und das für weniger Geld. Die geschätzten Gesamtkosten lägen bei rund 300000 Euro. Ein Nachteil der Variante eins wäre nach Einschätzung der Verwaltung, dass die jetzige südliche Fensterfront der Pausenhalle komplett verloren ginge und der Lichteinfall in die Aula sich deutlich verringern würde.

Eine „Baustelle“ im Zusammenhang mit der Grundschule Dünsen bleibt indes die vakante Rektorenstelle. Das ergab gestern eine Nachfrage unserer Zeitung bei der Landesschulbehörde. Eine erste Ausschreibung im März sei „erfolglos“ gewesen, erläuterte Pressesprecherin Bianca Schöneich. Ein zweiter Versuch sei gerade gestartet worden. Im Schulverwaltungsblatt für Juni tauche die Stellenausschreibung abermals auf.

Rubriklistenbild: © dpa

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