Wilma Korinke freut sich über die Gesellschaft

13 Enten: Großfamilie im eigenen Garten

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Wilma Korinke schaut den quirligen Enten (hier nur ein Teil davon) gern zu. 

Seit ihr Mann Horst 2013 verstarb, hielten sich immer mal wieder Enten in Wilma Korinkes Garten in Harpstedt auf – wohl vor allem wegen des etwa zwölf Quadratmeter großen Teichs, der früher Goldfischen ein Zuhause bot. Im zurückliegenden Frühjahr bemerkte die 79-jährige Witwe, das etwas fehlte: Das ihr schon vertraute Entenpärchen blieb weg. „Es wird wohl an der Delme brüten“, sagte sich die Seniorin. Von dem neuen Leben, das im eigenen Garten unter dichtem Grün in zwölf gelegten Eiern heranwuchs, ahnte sie damals nichts.

Harpstedt - Erst am 9. Juli ging ihr ein Licht auf: Am Morgen kam die Entenmama aus dem Teich. Mit Jungvögeln im Schlepp. „Für Spatzen sind die zu groß“, sagte sich Wilma Korinke. „Dann habe ich gezählt, und erst bei zwölf war Schluss“, erzählt die Harpstedterin. Nummer 13, das Muttertier, das auf den Namen „Niet-Niet“ hört, hatte der dazugehörige Erpel „Nat-Nat“ im Stich gelassen. „Er muss sich wohl gleich aus dem Staub gemacht haben, als er realisierte, zwölffacher Vater geworden zu sein“, orakelt Wilma Korinkes Sohn Michael schmunzelnd.

Die eng an ihre Mama angeschmiegten Jungtiere hätten ein total niedliches Bild abgegeben, schwärmt die Witwe. Anfangs habe die Entenmutter den Nachwuchs verteidigt und Radau gemacht, sobald sich ein Fremder näherte. Die Seniorin genießt es in vollen Zügen, den gefiederten Freunden zuzuschauen – etwa aus ihrem Wintergarten, wo sie gern handarbeitet. Und natürlich geht sie oft in ihre grüne Oase, um die „Großfamilie“ aus nächster Nähe zu beobachten. Die Enten sind nämlich, mal abgesehen von dem entschwundenen Erpel, vollzählig geblieben. Der gewachsene Nachwuchs lässt sich von der Mama kaum mehr unterscheiden. „Die Enten gehen immer noch gern zu dem früheren Brutplatz“, fällt der Witwe auf. „Für mich ist das ein Stück heile Welt“, urteilt ihr Sohn Michael. Wilma Korinke sind die Enten, die ihr unglaublich viele freudvolle Momente bereiten, ans Herz gewachsen. „Ich habe doch sonst nichts“, sagt sie.

Ihr Sohn hält indes ein Gespräch mit einem Experten vom Tierschutzbund oder einer Tierärztin für erforderlich – wegen des nahenden Winters. Der 55-Jährige zweifelt daran, dass die Enten im heimischen Garten unbeschadet durch die kalte Jahreszeit kommen können. „Vielleicht ziehen sie ja mit ihrer Mutter an die Delme. Sie brauchen jedenfalls fließendes Wasser“, sagt er. Wilma Korinke hofft indes, dieses Problem auf dem eigenen Grundstück lösen zu können.

Nach dem Expertengespräch sind sie und ihr Sohn sicherlich schlauer, welche Lösung die beste und artgerechteste ist.  

boh

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