Groß-Ippener-Weg in Kirchseelte ist geflickt

Gerfried Holthusens Beschwerde hat offenbar Wirkung gezeigt

Die Seitenräume bleiben ein Problem; die Straße ist wieder gefahrlos befahrbar.
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Die Seitenräume bleiben ein Problem; die Straße ist wieder gefahrlos befahrbar.

Kirchseelte – Nachdem der Samtgemeinderat vor über einem Jahr durchaus überraschend die Chance auf einen Ausbau des Groß-Ippener-Weges mit üppigen Fördermitteln ausgeschlagen hatte, kamen kürzlich aus der Politik Klagen über den Zustand eben dieser Gemeindeverbindungsstraße (GVS) in Kirchseelte.

„Da muss unbedingt der Bauhof hin. In der Fahrbahn sind zehn bis 15 Zentimeter tiefe und 30 bis 40 Zentimeter breite Löcher. Besonders schlimm ist es in der S-Kurve“, bemerkte Uwe Kräkel (SPD) im Samtgemeinde-Fachausschuss für Bau, Umwelt und Planung.

„Das ist bereits bekannt“, erwiderte Bauamtsleiter Jens Hüfner. Nach seiner Kenntnis habe der Bauhof die Straße vor „zwei oder drei Wochen“ ausgebessert. „Die Kollegen müssten da heute nochmals gewesen sein“, so Hüfner.

Mit dieser Annahme lag der Bauamtsleiter falsch. Gerfried Holthusen (FDP) aus Kirchseelte schaute sich nämlich direkt nach der Ausschusssitzung auf dem Groß-Ippener-Weg um und stellte fest: „Das große, tiefe Loch in der Kurve und ein weiteres auf der gegenüberliegenden Seite waren nicht geflickt. Die Gefahrenstelle war nicht mal mit einer Warnbake gesichert.“ Dabei habe es das tiefe Loch in sich gehabt; für Autofahrer habe sich das Durchfahren angefühlt, als wären sie gegen „eine Bordsteinkante“ gekracht, so der Ratsherr gegenüber unserer Zeitung.

Er schickte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse sofort eine Beschwerde per Mail. Das zeigte offenbar Wirkung. Jedenfalls nahm Holthusen nach eigener Schilderung am Morgen darauf um 7.30 Uhr Notiz von einem Baufahrzeug der Samtgemeinde. „Der Bauhof fing nun an, die Löcher im Groß-Ippener-Weg zu stopfen“, so der Kirchseelter.

Regenwasserleitung war voller Sand

Dass sich der Samtgemeinderat nicht zum Ausbau der GVS durchgerungen hatte (nachdem sich die Verwaltung bereits erfolgreich bemüht hatte, die Maßnahme in die Förderung zu bekommen), hält Holthusen nach wie vor für die richtige Entscheidung. Zum einen komme früher oder später der sechsstreifige Ausbau der A1. Wenn es so weit sei, wäre selbst ein mit viel Geld grundsanierter Groß-Ippener-Weg sehr schnell wieder kaputt, zumal es sich um eine beliebte Ausweichstrecke handele.

Zum anderen sei ja völlig unklar, wann wirklich Schluss mit dem Sandabbau und dem damit verbundenen Schwerlastverkehr sei. Müsste die Samtgemeinde Harpstedt eine neue „Steuerungsplanung“ auf den Weg bringen, wenn sich abzeichnet, dass die bisherigen „Konzentrationszonen“ im F-Plan für den Bodenabbau ausgebeutet sind, könnte es durchaus einmal mehr Kirchseelte treffen. Erfolgte Probebohrungen dort haben aufhorchen lassen. Der Eindruck von Bürgermeister Klaus Stark: Die Abbauunternehmen haben bereits weiter nördlich gelegene Flächen ins Visier genommen.

Zurück zum Groß-Ippener-Weg: Dass die Sand-Lkw im Begegnungsverkehr in den Seitenraum ausweichen und sich dadurch dort kleine Wälle „aufstauen“, kam im Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss ebenfalls zur Sprache. Solche Anhäufungen hat Gerfried Holthusen schon mal in Eigeninitiative abgeschoben. Aus gutem Grund: „Neulich“, so berichtete er unserer Zeitung, „hatten wir nämlich beim Dorfgemeinschaftshaus und bei der Feuerwehr die Rohre komplett dicht mit Sand.“ Die Gemeinde Kirchseelte habe die Regenwasserleitungen auf eigene Kosten durchspülen lassen müssen, erläuterte dazu Kirchseeltes Bürgermeister Klaus Stark (SPD) im Fachausschuss.

Marko Kleinert (CDU) wies auf die nach seiner Ansicht nicht hinreichende Beschilderung hin, die auf den schlechten Zustand der Seitenränder aufmerksam macht. Darauf Jens Hüfner: „Wir können ja ein zusätzliches Schild aufstellen.“

Nach den Ausbesserungsarbeiten ist die GVS übrigens nun wieder hinreichend gut befahrbar – trotz der teils weiterhin stark lädierten Seitenränder. Davon hat sich unsere Zeitung am Freitag selbst überzeugt.

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