Nachtflohmarkt mausert sich: Besucherzahl diesmal vierstellig

Gewaltiger Ansturm gleich zu Beginn

Gleich zu Beginn des Nachtflohmarktes setzte ein gewaltiger Run auf die Stände ein. - Foto: Anja Prade/Studio „Photogen“

Harpstedt - Der Anblick der Menschenmassen, die am Samstagabend auf den Marktplatz des Fleckens strömten, erfüllte Anja Prade mit Stolz und Genugtuung. „Ich bin richtig happy“, machte die Organisatorin des zweiten Harpstedter Nachtflohmarktes der Aktiven Werbegemeinschaft ob der tollen Resonanz aus ihrer Euphorie keinen Hehl.

Mit 43 Anbietern, die an ihren Ständen zum Stöbern, Feilschen und Kaufen einluden, fiel die Beteiligung noch deutlich besser aus als bei der Premiere; 50 hatten sich angemeldet, fast doppelt so viele wie 2015. „Im nächsten Jahr werden wir womöglich wohl auch die beiden Kirchstraßen einbeziehen und sperren müssen“, deutete Anja Prade eine Wiederholung an; die gebe es auf jeden Fall. „Ich bin so froh, dass ich mich mit meiner Veranstaltungsidee in der Werbegemeinschaft durchsetzen konnte“, fügte sie hinzu. Das Konzept sei toll, ließ sich von vielen Seiten vernehmen, so auch von Hans-Günther Schulze aus Winkelsett. Zum einen werde am Abend und nachts gehökert und gehandelt; das sei etwas Besonderes. „Zum anderen ist das hier noch ein Flohmarkt, wie er sein sollte“, spielte Schulze auf das wohltuende Fehlen professioneller „fliegender Händler“ an.

Die Beschicker zeigten sich alles in allem sehr zufrieden. „Guter Ansturm, gute Laune“, fasste Carolin Fösch aus Harpstedt kurz und prägnant zusammen. „Ich bin überrascht, dass es so voll ist“, sagte Bettina Siebert-Kossmann, die mit ihrem Sohn Marius einen Anhänger voller Trödel unter die Leute zu bringen versuchte. „Die Standgebühr haben wir jetzt schon raus. Nach nur gut einer Stunde!“, staunten Tanja Steinbock aus Kirchweyhe und ihre Freundin Lisa Schumski. Marcel Witte gelang es, für diverses Playmobil-Spielzeug dankbare Abnehmer zu finden.

„Den Flughafen bin ich schon losgeworden, ebenso zwei Schiffe und jede Menge Kleinkram. Das ist auch gut so, denn der Platz im Keller wird anderweitig benötigt“, verriet der 22-Jährige schmunzelnd. Vom stilvollen Ess-Service über Schallplatten, CDs, Bücher und Bekleidung aller Art bis hin zu Antiquitäten hatte das Angebot vieles zu bieten, was die Herzen von Schnäppchenjägern höher schlagen ließ. Schon in den ersten anderthalb Stunden kam eine vierstellige Zahl von Besuchern. In der Dämmerung, als auf etlichen Tischen Teelichter und Kerzen stimmungsvolles Licht verbreiteten, ebbte der Run allerdings deutlich ab.

„In Wildeshausen regnet es in Strömen“, hieß es kurz vor 23 Uhr. Aus Richtung Westen zogen dunkle Wolken herauf. Die letzten Händler packten ihren Trödel schnell zusammen und zogen von dannen. Einige wurden trotzdem nass, als ein gewaltiger Platzregen einsetzte. Ordentliche Umsätze entschädigten sie dafür. Alles in allem spielte das Wetter sehr gut mit. - boh

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