„hanseSWINGproject“ verneigt sich musikalisch in der Harpstedter Christuskirche vor bedeutendem Komponisten

Gershwin-Evergreens in zeitgemäßem Gewand

Feminine Note und neue Impulse: Die Hamburger Sängerin Nina Majer gehört seit 2018 zum Ensemble. Foto: Rottmann

Harpstedt – Das Schaffen des großen George Gershwin (1898 – 1937) hat am Sonntag das „hanseSWINGproject“ in der Harpstedter Christuskirche gewürdigt. Ausnahmslos Stücke dieses wohl bedeutendsten US-amerikanischen Komponisten brachte das Jazzquintett vor rund 60 Zuhörern zu Gehör.

Die Melange aus mitreißendem Swing, gefühlvoll dargebotenen Balladen und Latin-Fassungen kam beim Publikum an. Evergreens wie „S‘Wonderful“, „A Foggy Day“ oder „Summertime“ aus der Oper „Porgy & Bess“ kleideten die Musiker in ein zeitgemäßes Gewand.

Mit Extrakten zollten sie ebenso dem 1924 uraufgeführten Musical „Lady, Be Good!“ Tribut – dem ersten großen Broadway-Erfolg George Gershwins, der dabei mit seinem Bruder Ira als Texter zusammengearbeitet hatte. Beide mauserten sich zu einem höchst erfolgreichen Songwriter-Duo. Auch bei George Gershwins geradezu genial gelungenem Experiment, Jazz und konzertante Sinfonik zu verbinden, hatte der Bruder seine Finger im Spiel gehabt; auf dessen Namensvorschlag geht die weltberühmte „Rhapsody in Blue“ zurück.

Seit der „hanseSWINGproject“-Gründung durch den Bremer Schlagzeuger Wolf Grezesch (2004) pflegt das Quintett in zahlreichen Konzerten – von Papenburg über Bremen und Hamburg bis Kiel – die Erinnerung an die großen Namen aus der Blütezeit des Broadway und der Hollywood-Musikfilme. Das schließt zusätzlich zu Gershwin auch Cole Porter, Richard Rodgers und Irving Berlin ein.

Seit der ersten Stunde gehört – wie Grezesch – Olaf Barkow aus Elmshorn (Tenorsaxofon, Klarinette, Flöte) dem Ensemble an. Pianist Andreas Hinrichs aus Hamburg kam 2005 dazu. Den Kontrabass zupft seit 2014 der Bremer Moritz Zopf. Seit 2018 sorgt die Hamburger Sängerin Nina Majer für eine feminine Note und neue Impulse.

Vor wem sich die Musiker in der Christuskirche verneigten, unterstrich optisch ein gemaltes Gershwin-Porträt neben der Bühne. Von Anfang an weckte das Quintett Begeisterung bei den Zuhörern. Zwischen den stimmlich und instrumental meisterhaft interpretierten Stücken lieferten sie einzeln mit Wortbeiträgen ein unterhaltsames und informatives Bild zu den Umständen und zur Entstehung der Titel.

Das Quintett wird im Durchschnitt etwa zehnmal pro Jahr gebucht. „Wir treffen uns erst kurz vor den einzelnen Konzerten zum Einstimmen oder legen ein Probenwochenende ein“, berichtete Wolf Grezesch.

Jeder der Musiker ist zusätzlich in anderen Combos aktiv und erteilt Musik- oder Gesangsunterricht.  aro

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