Generationsübergreifendes Angebot in der Zufluchtskirche in Dünsen

AWO freut sich auf spannende Begegnungen

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Die Zufluchtskirche in Dünsen (Gemeindezentrum) ist als Veranstaltungsort auserkoren worden. Archivfoto: Bohlken

Dünsen/Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität, Hautfarbe und Religion zusammenführen will die Arbeiterwohlfahrt (AWO) mit einem neuen wöchentlichen Angebot, das am 13. Januar in der Dünsener Zufluchtskirche startet. „Ich freue mich auf spannende Begegnungen“, sagt Hannelore Hunter-Roßmann, Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes Oldenburg/Vechta.

Die AWO wolle mit dem wöchentlichen Treff „nichts verdrängen“, sondern „etwas Zusätzliches schaffen“. Hunter-Roßmann hat von der Vorsitzenden des Vereins „Schräg e.V.“, Annette Grummt, die selbst auch AWO-Mitglied ist, erfahren, dass es einen Bedarf gebe. Gerade in kleineren, ländlich geprägten Kommunen drohten viele Seniorinnen und Senioren nach dem Verlust ihres Ehepartners zu vereinsamen, weil etwa ihre Kinder und sonstigen Angehörigen woanders lebten und Besuche daher eher selten möglich seien.

Viele Ältere hätten in der Nachkriegszeit Fluchterfahrungen gemacht. Von daher könne es durchaus ganz spanend sein, wenn sie mit Menschen aus anderen Ländern zusammenkämen, die Ähnliches selbst in jüngster Zeit erlebt hätten und nun hierzulande Asyl suchten, glaubt die AWO-Kreisvorsitzende. Für jüngere Menschen sei es wiederum womöglich interessant und aufschlussreich, sich von Älteren deren Fluchtschicksale aus erster Hand schildern zu lassen.

Die Treffen in der Zufluchtskirche in Dünsen sollen Interessierten ab dem 13. Januar jeden Mittwoch von 15 Uhr bis 16.30 Uhr Gelegenheit zum Klönschnack bei Kaffee und Kuchen geben. Wer teilnehmen will, kann das unverbindlich tun und verpflichtet sich damit keineswegs, der AWO beizutreten. Gleichwohl würde sich die Arbeiterwohlfahrt natürlich über den einen oder anderen Neuzugang freuen.

Stößt das Angebot auf eine hinreichend große Nachfrage, kann es mittelfristig erweitert werden. Hannelore Hunter-Roßmann könnte sich etwa Vorträge oder auch mal einen gemeinsamen Ausflug gut vorstellen.

„Wir docken das Angebot rein organisatorisch an den AWO-Ortsverein Wildeshausen an, wollen es aber von allen bürokratischen Dingern möglichst fern halten. Ich bin ein Freund von Vernetzung. Annette Grummt hat in Dünsen schon ein gutes Netzwerk geschaffen, das wir nun etwas erweitern möchten“, äußerte sich die AWO-Kreisvorsitzende gestern gegenüber unserer Zeitung.

Grummt sei bereit, das neue Angebot zu begleiten und zu unterstützen. „Ich freue mich, dass sie das so engagiert in die Hand nimmt. Sie wird gewissermaßen eine kleine örtliche Dependance der AWO aufbauen“, so Hunter-Roßmann.

Die Treffen seien natürlich nicht nur für Dünsener offen, sondern auch für andere Interessierte aus der Samtgemeinde Harpstedt. Ob daraus langfristig mehr erwächst, muss sich zeigen. „Wir werden jedenfalls sicher nicht gleich einen neuen AWO-Ortsverein gründen“, so Hunter-Roßmann.

www.awo-kv-oldenburg.de

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