Freiwillige aus Harpstedt und Dünsen packen kräftig an

Gemeinsam gegen Schrott und Müll

Während in Harpstedt die Schießsportkameradschaft Metallschrott sammelte (l.), befreite der Dünser Heimatverein Ort und Umgebung von Unrat. 

Harpstedt/Dünsen - Von Anja Rottmann. Einen „Frühjahrsputz“ der Umwelt zuliebe haben am Wochenende die Einwohner von Harpstedt und Dünsen hingelegt.

So nutzten etliche Bürger am Sonnabendvormittag die Gelegenheit, Altmetalle und aussortierte Haushaltsgeräte auf dem Koems-Gelände hinter der Harpstedter Schießhalle zu entsorgen. Acht Mitglieder der örtlichen Schießsportkameradschaft (SSK) waren vor Ort – darunter auch Lars, der elfjährige Enkel des ersten Vorsitzenden Peter Rehberg. Im Container landete Mischschrott wie Fahrräder, Maschendraht, Waschmaschinen und Geschirrspüler. Sogar eine Bremsscheibe eines Autos war dabei. „Ich schätze, wir werden heute auf rund 4,5 Tonnen kommen“, sagte Rehberg.

Angesammelt hatten sich außerdem etliche Kilo an Edelmetallen, Zink, Kupfer, Messing, Alu und Blei. Achtmal machten sich Heinz Wolle und Jürgen Meyer mit Auto und Anhänger auf den Weg, um Schrott aus privaten Haushalten nach vorheriger Anmeldung abzuholen. Direkt ausgebaut haben die SSK-Mitglieder die Motoren aus den aussortierten Wasch- und Spülmaschinen, da diese Kupfer enthalten. „Das wird immer nach Kilopreis abgerechnet – dadurch können wir noch einen etwas höheren Gewinn erzielen“, so Rehberg. Nach getaner Arbeit mundeten die von Anke Rehberg hergerichteten belegten Brötchen und Heißgetränke.

Rund 50 große und kleine Helfer waren ebenfalls Sonnabend dem Aufruf des Heimatvereins „Wir – dat Dörp Dünsen“ zum Umwelttag gefolgt. Unter dem Motto „Wir alle räumen auf“ wurde der ganze Ort von sieben Gruppen vom achtlos weggeworfenen „Wohlstandsmüll“ befreit. Los ging es an der örtlichen Zufluchtskirche an der Waldstraße.

Die Bandbreite der „Fundstücke“ reichte von Altmetall, Einmaloveralls und Reifen bis hin zu etlichen Flaschen und Glasscherben. Sogar ein kleiner Tisch gehörte dazu. Heinrich Hohnholz hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die gefüllten Säcke mit einem Pritschenwagen einzusammeln. Zu Beginn konnten sich die „Müllsammler“ in eine Liste eingetragen, um an einer Schätzfrage teilzunehmen. Die Frage lautete: Wie viel Kilogramm Müll wird insgesamt gesammelt werden? Die richtige Antwort lautete 115. „Kathleen und Emily Seek waren der Zahl am nächsten dran und erhielten dafür je eine Karte für die Reihe ,Kultur am Glockenturm‘ sowie Süßigkeiten“, so der zweite Vorsitzende Marc Seuthe. Nach vollbrachter Arbeit mundete die von Stefan Müller (Restaurant „Pappsatt“) zubereitete Erbsensuppe – eine Spende von der Gemeinde Dünsen.

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