Landwirte sind gespannt auf Reaktionen

Gemeinsam für Biodiversität: „Kirchseelte blüht auf“

Biodiversität und der Schutz bestäubender Insekten sind ihm nicht egal: Stefan Meyer-Jacob, Ideengeber der Aktion „Kirchseelte blüht auf“.
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Biodiversität und der Schutz bestäubender Insekten sind ihm nicht egal: Stefan Meyer-Jacob, Ideengeber der Aktion „Kirchseelte blüht auf“.

Kirchseelte – Sämtliche Landwirte aus Kirch- und Klosterseelte haben sich zusammengeschlossen und auf einer Länge von 6. 700 Metern Blühstreifen entlang der L 338 und der Klosterseelter Straße angelegt. Mit dieser Aktion unter dem Tenor „Kirchseelte blüht auf“ unterstreichen sie ihre Bereitschaft als größter Flächennutzer, sich für Biodiversität und Insektenschutz einzusetzen.

Für die Aussaat griffen sie nach eigenem Bekunden auf „eine robuste Blühmischung mit guter Jugendentwicklung und langem Blühfenster“ zurück. „Um die Blütezeit möglichst lang zu gestalten und damit viel Nahrung und Lebensraum für Insekten und andere Tiere zu bieten, wurden die Saattermine (...) gestaffelt zwischen Mitte April und Ende Mai gewählt. Zusätzlich sollen bei dieser Aktion auch weitere Erfahrungen für die zukünftige Anlage solcher Flächen gesammelt werden“, geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Es gibt auch eine Kehrseite der Medaille

Zwar sehen die Landwirte selbstverständlich weiterhin ihre Hauptaufgabe darin, Äcker ertragreich und nachhaltig mit Feldfrüchten zu bewirtschaften, um damit auch auskömmliche Einkünfte für ihre Betriebe und die eigenen Angehörigen zu sichern; möglich wären aber aus ihrer Sicht gleichwohl weitergehendere – großflächigere – Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität, allerdings gegen eine angemessene Vergütung. Die Kehrseite der Medaille: Mit jedem Hektar Ackerland, der in Deutschland aus dem Feldfruchtanbau für Lebensmittel genommen wird, muss mehr Nahrung aus dem Ausland importiert werden. Das bedeutet noch mehr klimaschädlichen CO2-Ausstoß. Schon heute kommen viele Agrarprodukte aus Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die Landwirte sind nun gespannt, wie die Bevölkerung auf ihre Aktion „Kirchseelte blüht auf“ reagiert (denn das dürfte Einfluss auf zukünftige Projekte dieser Art haben). Insgesamt werden nach ihren eigenen Angaben seit Jahren mehr als 100 Hektar in der Samtgemeinde mit Blühpflanzen besät. Das Saatgut wird aus dem Biotopfonds der Jägerschaft Oldenburg/Delmenhorst finanziert.

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