Haushaltstechnische Weichen für Grunderwerb gestellt

Gemeinde Colnrade will rund 20 Bauplätze schaffen

Colnrade - In Erweiterung des bestehenden Baugebietes Prote-Straßburg-Weg will die Gemeinde Colnrade neue Wohnbauflächen ausweisen. Die Schaffung von etwa 20 Bauplätzen schwebt ihr vor. Bedarf gibt es offenkundig. Davon zeugen diverse Anfragen.

Aktuell weiß die Gemeinde ganz konkret von acht Bauwilligen, die sich gern in Colnrade den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchten. Die Wohnbauentwicklung befindet sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium. Einen Planungsauftrag zur Erarbeitung eines Bebauungsplans gibt es bislang nicht. 

Am Mittwochabend hat der Gemeinderat erst einmal die haushaltstechnischen Weichen für den beabsichtigten Grunderwerb gestellt. „Der Colnrader Haushalt für dieses Jahr sieht dafür 40.000 Euro vor. Das Geld wird bei dem, was eventuell ansteht, nicht reichen. Der Ansatz soll daher um 90.000 auf 130.000 Euro erhöht werden”, erläuterte Ingo Fichter, Kämmerer der Samtgemeinde Harpstedt. 

Die Aufstockung sei so erheblich, dass sie in einem Nachtragsetat verankert werden müsse. Zusätzlich wolle Colnrade eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 400.000 Euro eingehen, die für die Haushalte 2018, 2019, 2020 und 2021 bindend sei. Der Etat 2017 sehe das bislang nicht vor; daher sei eine entsprechende Anpassung vonnöten. Sowohl die Verpflichtungsermächtigung als auch die Ansatz-Aufstockung im Nachtrag um 90.000 Euro fanden einmütige Zustimmung.

Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann fehlte – wegen eines „lädierten“ Arms. Ihr Stellvertreter Uwe Beckmann leitete daher die Sitzung. Das neue Baugebiet solle in etwa so groß werden wie die Siedlung Prote-Straßburg-Weg, erläuterte er. Die Wohnbauentwicklung sei schon eine große Herausforderung – vor allem wegen der stark gestiegenen Grundstückspreise.

• Anderes Thema: Der mittlerweile in Lutten wohnhafte Bernd Klostermann wollte wissen, ob sein Colnrader Grundstück als möglicher Standort für den avisierten Feuerwehrhausneubau in Betracht käme (die Fläche am Ortsausgang ist lang, aber mit 27 bis 28 Metern relativ schmal). Das Areal sei laut Samtgemeinde weiterhin eine Option, erwiderte Ortsbrandmeister Carsten Lüllmann. Der Zuschnitt sei nicht ideal; die Breite könne aber womöglich „gerade so eben“ ausreichen. Die denkbare Anbindung an die Harpstedter Straße (K5) wäre wiederum aus Sicht der Feuerwehr optimal – unter der Voraussetzung, dass „der Landkreis das genehmigt“.

„Beim Hintereingang nicht mehr parken“

• „Große Risse“ im Bereich der Schießbahnen brachte Johann-Wilken Lehnhof, der Vorsitzende des Schützenvereins Beckstedt, zur Sprache. Sie gingen „an der Wand hoch“ und seien ebenso in der Decke zu beobachten. Als Folge sei bei extrem nassem Wetter schon Wasser in den Colnrader Schießkeller gelangt. „Wir möchten – als eine reine Vorsichtsmaßnahme – erreichen, dass beim Hintereingang des Dorfgemeinschaftshauses über der Schießbahn keine Fahrzeuge mehr abgestellt werden. Es kommt zwar nicht oft, aber schon mal vor, dass dort Lkw parken, um etwa Getränke auszuladen“, so der Vereinschef.

• Eine Erneuerung des Ballfangzauns im Bereich Kindergarten/Schulstraße in Colnrade regte Carsten Lüllmann an. Der alte Zaun sei „für unseren Ort nicht unbedingt ein Aushängeschild“.

• Eine Änderung der Hauptsatzung billigte der Rat außerdem. Hintergrund ist eine Bestimmung im Baugesetzbuch, wonach bestimmte Unterlagen gemeindlicherseits auch online zu publizieren sind. Für die acht Mitgliedskommunen will das die Samtgemeinde auf ihrer Homepage übernehmen. Das Onlinestellen würde der Amtshof in Harpstedt also sozusagen zentral erledigen. Die Mitgliedskommunen müssten die Unterlagen natürlich zuliefern. Diese Praxis ist nun für Colnrade in der vom Rat einstimmig geänderten Hauptsatzung verankert.

• Zu Beginn der Sitzung vermeldete Uwe Beckmann, der örtliche Fischereiverein habe der Gemeinde während seines jüngsten Winterfestes wieder eine zweckgebundene Spende in Höhe von 300 Euro für die Pflege der drei Dorfplätze in Colnrade, Beckstedt und Holtorf übergeben. „Herzlichen Dank dafür!“, fügte er hinzu. 

boh

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Nur für Erwachsene: Urlaub ohne Kinder ist kein Tabu mehr

Nur für Erwachsene: Urlaub ohne Kinder ist kein Tabu mehr

Skifahren in Neuengland: Kleine Berge, große Vielfalt

Skifahren in Neuengland: Kleine Berge, große Vielfalt

Einzelkritik: Nur Pavlenka in guter Form

Einzelkritik: Nur Pavlenka in guter Form

Adventsbasar Oberschule Dörverden

Adventsbasar Oberschule Dörverden

Meistgelesene Artikel

Grünkohl als Öl und Praline

Grünkohl als Öl und Praline

Sage: Bildungsstätte in Obdachlosenunterkunft

Sage: Bildungsstätte in Obdachlosenunterkunft

Wildeshausen: Zwerge helfen wieder armen Familien

Wildeshausen: Zwerge helfen wieder armen Familien

Vorbilder für ehrenamtliches Engagement

Vorbilder für ehrenamtliches Engagement

Kommentare