Geflügelschau des GVZ zeigt die Bandbreite an Zuchthühnern / Lösungen gegen Nachwuchssorgen

Große Farbenauswahl beim Federvieh

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Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, am Sonntag die Zuchthühner aus der Nähe zu betrachten.

Harpstedt - An den Geräuschpegel in der Schützenhalle auf dem Harpstedter Koems-Gelände mussten sich die Besucher am Wochenende erst einmal gewöhnen. Ausnahmsweise waren aber nicht die Schützen an dem Lärm Schuld, sondern 528 Hühner, Tauben und Enten. Der Geflügelzuchtverein (GVZ) Harpstedt, unterstützt von Sondervereinen, hatte wie in jedem Jahr eine beeindruckende Schau auf die Beine gestellt.

Am Sonnabend nahmen Preisrichter aus dem Kreisverband Diepholz das Federvieh von 56 Ausstellern aus ganz Deutschland in Augenschein. Bei der Preisvergabe gingen die Züchter aus der Samtgemeinde aber leer aus. Auch Heinz Freye, Vorsitzender des GVZ, war mit seinen schwarz-silbernen „Chabos“ dabei. Gelassen standen die Tiere in ihren Käfigen und beäugten neugierig die Besucher. „Die Züchter üben mit den Tieren vorher, damit die Schau nicht so stressig für sie wird“, erklärte Organisator Hans-Ulrich Wolle.

Am Sonntag strömten die meisten Besucher auf das Koems-Gelände. Bei Kaffee und Kuchen wurde dann unter anderem gefachsimpelt, welcher Hahn sich am Besten zur Zucht eignet.

Beherrscht wurde die Schau von den „Zwerg-Wyandotten“ in allen erdenklichen Federfarben. Braungebändert, gold- oder silberhalsig – sie alle gab es in der Halle zu bestaunen. Schließlich waren Mitglieder eines Sondervereins zu Gast in Harpstedt, die sich auf die Zucht dieser besonderen Tiere spezialisiert haben.

Bei seinem Rundgang durch die Reihen stoppte Wolle immer mal wieder und zog aus den Käfigen frisch gelegte Eier. „Die kann man gerne mitnehmen, wenn man will“, erklärte er. Aus einem Behälter holte er sogar ein türkisfarbenes Ei hervor. Dieses soll, laut Wolle, praktisch cholesterinfrei sein und stammt von einer schwarzen „Araucana“-Henne.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es jedoch: Nur drei Jungzüchter hatten sich zu der Schau angemeldet. „Auch wir haben, wie so viele Vereine, gerade Nachwuchssorgen“, meinte Wolle. Es werde aber im GVZ darüber nachgedacht, wie dieses Problem gelöst werden kann. „Vielleicht planen wir zukünftig auch Kleintierschauen, so könnten wir in Zukunft noch mehr für unsere Arbeit begeistern.“

fio

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