Oder: Wegen ungemütlichen Novemberwetters im Mai werden Platz- zu Saal-Konzerten

Ganz großer Ansturm bleibt aus

Sorgte beim Frühkonzert in Groß Ippener für Erheiterung: diese verkleidete Clique aus Fahrenhorst.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken · „Wie lieblich ist der Maien“, sangen gestern rund 80 Besucher des HimmelfahrtsTaufgottesdienstes mit Pastorin Carola Holtin und dem Harpstedter Kirchenchor unter der Leitung von Daniela Predescu im „Lämmerkoven“ auf dem Koems-Gelände. Allerdings zeigte sich der „Wonnemonat“ so gar nicht von seiner lieblichen Seite.

Bei Temperaturen wie im November, grauem Himmel und zeitweise leichtem Nieselregen blieb der ganz große Ansturm der Vatertagsausflügler auf die Frühkonzerte in der Samtgemeinde Harpstedt aus, und aus Outdoor- wurden kurzerhand Indoor-Veranstaltungen.

Das Wetter war bescheiden, der Koems-Saal beim gestrigen Himmelfahrtskonzert trotzdem gut gefüllt.

„Im vergangenen Jahr haben uns die Gäste fast überrannt. Diesmal mussten wir wetterbedingt vom Biergarten in die ,Schün Rustika‘ ausweichen. Es ist einfach zu kalt draußen“, bedauerte Gastwirt Hans-Dieter Wülfers aus Groß Ippener. Gleichwohl konnte er über mangelnden Zulauf zum Frühkonzert nicht klagen. Während in Horstedt anfangs der Musikverein Visbek noch vor eher übersichtlichen Zuschauerreihen musizierte, hatte sich Wülfers Scheune kurz vor Mittag schon gut gefüllt. Die „Klosterbachtaler“ unterhielten ihr Publikum dort unter anderem mit Märschen und volkstümlichen Weisen, wussten aber auch mit einem

Thomas Milster und seine „Klosterbachtaler“ zeigten sich in Ippener bestens aufgelegt.

Italo-Pop-Medley oder dem Karnevals-Gassenhauer „Viva Colonia“ die Stimmung anzuheizen. Die Fleischergesellen-Bruderschaft von 1900 aus Delmenhorst hatte es mit einer 25-köpfigen Abordnung nach Ippener verschlagen. „2009 sind wir mit dem Fahrrad gekommen. Diesmal haben wir doch lieber das Auto genommen“, verriet die illustre Runde. Eine mit Trecker-Anhänger-Gespann aus Fahrenhorst angereiste, kostümierte Clique löste Erheiterung aus, besonders Stefan Diers – der kam als wasserstoffblonde „Transe“ in aufreizenden Strümpfen in die Scheune. „Wir haben vereinbart, uns zu verkleiden. Das habe ich getan“, vermeldete die „falsche Stefanie“ lakonisch.

Spannten einen weiten musikalischen Bogen: die Harpstedter „Prager“ mit ihrem Dirigenten Steffen Akkermann.

Beim „Landhotel Rogge Dünsen“ unterhielt unterdessen eine One-Man-Band die Gäste, von denen trotz des durchwachsenen Wetters manche lange auf der Terrasse ausharrten. Michael Stumper, Mitglied der Radio Bremen Big Band, spielte Rock- und Pop-Oldies von Harpo bis Eric Clapton live auf der E-Gitarre und sang dazu, während er weitere Instrumente als „Playback“ zumischte. Bei „Asendorf‘s Bauerndiele“ in Beckeln sorgten die Treck-Sood-Musikanten aus Großenkneten und das Jugendblasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Beckeln für gute Laune.

Brachte das Publikum in Horstedt in Wallung: der Musikverein Visbek.

Mit der „Liechtensteiner Polka“, Walzern, Märschen und Potpourris, darunter ein Abba-Hit-Medley, zog der Musikverein Visbek unter Stabführung von Jörg Schlöhmer in der Scheune auf dem Horstedter Schützenfestplatz die Besucher in seinen Bann. „Wir haben bestimmt schon sechsmal hier beim Frühkonzert mitgewirkt. Zustande kam dies durch Kontakte zur Familie Wenke“, verriet der Vorsitzende Ludger Niemann. Der Musikverein spielte im Wechsel mit dem Spielmannszug Schulenberg-Horstedt.

„Jetzt kann ja nichts mehr schiefgehen“, flachste indes Steffen Akkermann, Dirigent der Harpstedter „Prager“, als er Noch-Bürgerschützenkönig Jürgen Mahlstedt mit Frau beim Frühkonzert im Koems-Saal im Publikum entdeckte. Mit

Hatte in Dünsen Oldies im Gepäck: Michael Stumper.

„Freude zur Musik“ läutete das Blasorchester einen bunten Melodienreigen ein. Auch neu einstudierte Stücke wie „Polka Party“, „Das geht ab“, Klages Lages „1001 Nacht“ oder „Country Road“ enthielten die „Prager“ ihren Fans nicht vor. Zeitweise spielten sie vor mehreren hundert Besuchern. Die Burg- und die Koems-Frauen hatten am frühen Nachmittag alle 2 000 Lose im Rahmen der Koems-Tombola verkauft; knapp die Hälfte war bereits beim Maikonzert am Feuerwehrhaus weggegangen. Die Verlosung der Hauptpreise nahm der Vorsitzende der Fördergemeinschaft Koems, Klaus-Dieter Westphal, zusammen mit Kindern vor. Allerdings gelang es nicht, den Gewinner des Sonderpreises, einer Wochenendreise ins Fischerdorf Greetsiel mit zwei Übernachtungen in einer Ferienwohnung, unters Volk zu bringen. Vier Gewinnnummern wurden nacheinander ermittelt. Doch keiner im Saal konnte ein Los mit passender Ziffernfolge vorzeigen. Daher haben jetzt die Inhaber der Lose mit den Nummern 1 318, 1 592, 2 154 und 2 039 die Chance, den Preis zu ergattern. Wer von den Betreffenden sich als erster bei Martina Ganswindt unter Telefon 04244/967  340 meldet, darf nach Greetsiel verreisen. Noch nicht abgeholt haben auch die Inhaber der Lose mit den Nummern 1123, 2273, 2410, 2619, 2915, 2964 und 2974 (alle Angaben ohne Gewähr) ihre Preise. Sie werden gebeten, sich ebenfalls schnellstmöglich mit Martina Ganswindt in Verbindung zu setzen.

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