Leiterin der DRK-Gemeindeschwesternstation

Gaby Otto verstärkt den Seniorenbeirat als Beisitzerin

+
Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse (rechts) gratulierte dem Seniorenbeirat nach der Wahl. V.l.: Gaby Otto, Erika Hormann, Heinfried Sander und Günter Rohlfs.

Harpstedt - Die Herausforderungen als Folge der Zuweisung von Flüchtlingen habe die Seniorenarbeit zeitweise „etwas aus dem Blickfeld geschoben“, gab Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse offen zu. Gleichwohl werde es immer wichtiger, sich um die betagteren Menschen zu kümmern, zumal immer mehr Mitbürger immer älter würden und im Alter viel fitter und gesünder seien als früher.

Das Grußwort des Verwaltungschefs läutete am Montagnachmittag im Hotel „Zur Wasserburg“ eine Versammlung von Delegierten aus Seniorenarbeit betreibenden Vereinen und Einrichtungen der Samtgemeinde ein, die wiederum den Seniorenbeirat wählten. Dessen Wahlperiode ist mit der des Rates verknüpft. Überraschungen blieben aus. Der Vorsitzende Heinfried Sander freute sich ebenso über eine einstimmige Wiederwahl wie seine beiden Stellvertreter Erika Hormann und Günter Rohlfs. 

Zusätzlich verstärkt fortan Gaby Otto als Beisitzerin den Beirat. Die Harpstedterin hatte 17 Jahre lang in der Zentrale der Kreisverwaltung gearbeitet; sie beigeistert sich für Square Dance, mischt zudem bei den Delme Shanty Singers mit und sucht nun, mit 66 Jahren, neue Betätigungsfelder. Auf den demografischen Wandel nahm auch Heinfried Sander Bezug, der ein nach eigenem Bekunden sehr „lebhaftes“ Jahr mit vielen Termine Revue passieren ließ. 

29,8 Prozent der Einwohner der Samtgemeinde seien über 60 und 22,6 Prozent über 65 Jahre alt. Erwähnung in Sanders Rechenschaftsbericht fand eine Podiumsdiskussion vor der Kommunalwahl unter dem Tenor „Senioren fragen – Politiker antworten“. Der Vorsitzende kommentierte das Ergebnis mit einem Schmunzeln: Wenn alle dort gemachten Versprechungen eingehalten würden, gehe es den Senioren bald sehr gut.

Elke Lükermann, Leiterin der DRK-Gemeindeschwesternstation Harpstedt, streifte die kommende Klassifizierung nach Pflegegraden (insgesamt fünf); für diejenigen, die bereits eine Pflegestufe hätten, habe der Gesetzgeber „Bestandsschutz“ zugesichert. Verankert ist die am 1. Januar greifende Neuregelung im Pflegestärkungsgesetz II. 

Lükermann erwähnte auch hauswirtschaftliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen für Pflegebedürftige mit Pflegestufe. Die Sätze sollen nach oben angepasst werden. Aktuell leistet die Pflegekasse je nach Betreuungsaufwand bis zu 104 (Grundbetrag) beziehungsweise 208 Euro monatlich (erhöhter Betrag). 

Das Geld bekommen die Pflegebedürftigen aber nicht direkt; sie können die Leistungen über einen Pflegedienst in Anspruch nehmen – etwa für Hilfestellungen im Haushalt, Einkäufe, Begleitung bei Friedhofsbesuchen oder dergleichen.

Die DRK-Gemeindeschwesternstation Harpstedt beschäftigt bereits sechs Hauswirtschaftskräfte. Weitere werden gesucht (Kontakt unter Tel.: 04244/95177).

boh

Mehr zum Thema:

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Verden: Tanz macht Schule 

Verden: Tanz macht Schule 

Meistgelesene Artikel

Verstärkung für das Frauenarzt-Team im Johanneum

Verstärkung für das Frauenarzt-Team im Johanneum

Investor bietet 70 Parkplätze an

Investor bietet 70 Parkplätze an

Bauerngolf als touristische Bereicherung?

Bauerngolf als touristische Bereicherung?

Kommentare