Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit im „freiraum“

Alles paletti? Loungebau im Zeichen des Klimaschutzes

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Dekorativ und zugleich dem Klimaschutz dienlich: Mobiliar, gefertigt aus Euro-Paletten. 

Harpstedt - Der Harpstedter Klimaschutzprojektladen „freiraum“ an der Freistraße bringt in Kooperation mit den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit in den Flecken – und lädt alle Bürgerinnen und Bürger für den 1. Juni, 15 bis 19 Uhr, sowie den 2. Juni, 10 bis 18 Uhr, zum Vorbeikommen, Mitmachen oder auch Innehalten ein.

„Wir haben uns unter dem Motto ,Klima – alles paletti?!’ für einen öffentlichen Doppel-Bauworkshop entschieden“, berichten die Aktivisten. Wer wolle, der dürfe sich am gemeinschaftlichen Bau einer Paletten-Sofalounge als Gemeinschaftssitzplatz vor dem „freiraum“ unter professioneller Anleitung beteiligen, so Ruth Große-Wilde. Sie ergänzt: „Parallel dazu bieten wir an, das Upcyceln alter Holzmöbel im Vintage-Stil mit Kreidefarben und Wachs auszuprobieren. Jeder kann ein altes Möbelteil mitbringen. Die Farben stellen wir. Dazu gibt es eine Soli-Suppe von der Diakonie Himmels-thür und frischen, leckeren Wildkräutersalat aus Prinzhöfte.“ 

Wer mitmachen und etwas von einem Profi lernen wolle, könne auch nur für ein paar Stunden kommen. Eine Anmeldung via E-Mail an ruth@freiraum-harpstedt.de oder telefonisch oder der Rufnummer 04244/968 56 82 wird erbeten.

„Die Euro-Palette ist eine echte Symbolfigur des globalen Welthandels und seines rasanten Ressourcenverbrauchs; in ihr steckt eine Menge Wahrheit über unseren gesellschaftlichen Ist-Zustand“, sagt Ulrike Oemisch vom „freiraum“. Wenn Paletten im Zuge der Bauaktion zu einem Sofa avancierten, auf „dem wir uns zusammensetzen und über mögliche Veränderungen austauschen können“, dann „hat das was“, findet sie – und denkt dabei an die „weltweite Armada der Containerschiffe, Laster und CargoJets, die täglich palettenbeladen unseren Konsumwahnsinn transportieren“.

Alltag auf Emissionen abklopfen

„Energieverbrauch und Emissionen stecken eigentlich in allen kleinen Dingen und Handlungen unseres Alltags”, weiß Christina Lambertz vom „freiraum“. „Das wollen wir uns genauer anschauen. Wir stellen eine kleine mobile Ausstellung zusammen, die Alltagsgegenständen mal ein paar Zahlen beiseitestellt: ihre CO2-Äquivalente – quasi wie beim Kalorienzählen. Wie viel davon steckt in einem Apfel? In einer Schokolade? In einem Fahrtkilometer? Das macht nachdenklich und bewegt etwas an der Aufmerksamkeit für die eigenen Entscheidungen im Alltag. Neben den großen politischen Entscheidungen steckt hier noch ein riesiges Potenzial für den Klimaschutz. Das findet auch das Umweltministerium und fördert deshalb Projekte wie den ,freiraum’ – mittlerweile etwa 100 in Deutschland.”

Sabina Dalg-Vinken vom „freiraum“ will herausfinden, was sich die Bürger in der Samtgemeinde Harpstedt für den Klimaschutz wünschen – und welche Ideen, Impulse oder Zukunftsbilder sie zu dem Thema haben. „Bringen Sie Ihre Wünsche doch vorbei!“, ermuntert sie die Einwohner. „Wir stellen während der beiden Aktionstage einen Klima-Wunschkasten auf und freuen uns über alle Beiträge – übrigens auch per Mail an moin@freiraum-harpstedt.de.” Zu Sinn, Zweck und Hintergrund der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit gibt es reichlich Informationen im Internet.

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