Freibadsaison: „Versucht, was möglich ist!“

Harpstedt – Geradezu gebannt hörte Klaus Budzin (SPD) nach eigenem Bekunden während der jüngsten Samtgemeinderatssitzung im Harpstedter Koems-Saal zu, „was man in diesem Sommer mit dem Rosenfreibad vorhat“. Er gesteht ganz offen: „Hätte mich jemand gefragt, ob man es öffnen kann – ich hätte alles verwettet und ,Nein' gesagt.“ Inzwischen denkt er – nach vielen Gesprächen – anders darüber. Etliche Anregungen seien ihm zu Ohren gekommen: „Frühschwimmer zuerst und Kids vormittags reinlassen, nachmittags dann alle die, die wollen; Betreuung und Überwachung der Coronaregeln-Einhaltung vielleicht mit freiwilligen Bürgern und anderes mehr.“ Auch den Vorschlag der Grünen, den Freibad-Förderverein „mit ins Boot zu nehmen“, bewertet Budzin als „eine gute Idee“. Ja, er wisse sehr wohl, dass all das „nicht zu Ende gedacht ist, aber es wäre ein Anfang“, der Mut brauche, aber auch ganz bestimmt Freude bringen werde.

„Anregungen für Harpstedt holen“

Budzins offener Appell an die Verwaltung: „Habt Mut! Versucht alles, was möglich ist und öffnet – wie es zum Beispiel Wildeshausen gemacht hat! Holt euch da Infos, und wenn ihr merkt, das läuft nur schief, was – ja was – habt ihr dann verloren?“ Zumindest könne dann niemand behaupten, der Amtshof habe es erst gar nicht versucht. Dass sich die Kräfte des Rosenfreibades „durch einen Besuch der Freibäder in Wildeshausen, Hatten und Oldenburg Anregungen für Harpstedt holen und von den dort gemachten Erfahrungen profitieren“ könnten, ist ein Vorschlag, der unserer Zeitung von anderer Seite zugetragen wurde.

Nur Dauerkarten verkaufen?

Maik Schriever aus Harpstedt findet derweil eine Anregung von Stefan Wachholder (CDU) überlegenswert und gut, wonach die Samtgemeinde in dieser Saison ausschließlich Dauerkarten verkaufen könnte. Daraus ergäben sich aus seiner Sicht mehrere Vorteile: „Dauerkarten haben eine laufende und eindeutige Nummer. Man könnte pro Tag eine Liste auslegen, in die der Besucher seine Dauerkartennummer eintragen muss.“ Dadurch wäre im Falle von Sars-CoV-2-Infektionen „die Nachverfolgung gegeben“; zugleich bliebe die Anonymität gewahrt, zumal nur die Samtgemeinde „die Karteninhaber kennt“.

Spürbar ist: Viele Bürger wünschen sich einen Weg, das Freibad trotz Corona zu öffnen – in der Hoffnung, dass die Samtgemeindeverwaltung die Möglichkeiten sondiert und nicht vorzeitig die redensartliche Flinte ins Korn wirft.  boh

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