Personenzahl wird auf maximal 100 begrenzt

Freibadsaison startet am 8. Juni mit vielen Einschränkungen

So voll wie hier wird es im Harpstedter Rosenfreibad mit Sicherheit in der ganzen Saison 2020 nicht. Foto: Bohlken
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So voll wie hier wird es im Harpstedter Rosenfreibad mit Sicherheit in der ganzen Saison 2020 nicht.
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Die gute Nachricht: Es wird eine Badesaison im Rosenfreibad am Tielingskamp in Harpstedt geben – beginnend am kommenden Montag, 8. Juni. Die schlechte: Die Besucher müssen sich auf gravierende pandemiebedingte Einschränkungen gefasst machen. Kürzere Öffnungszeiten, vor allem an den Wochenenden, gehören zu den vielen bitteren Pillen.

„Mit Einhaltung der Vorgaben wird nur ein reines Schwimmangebot möglich. Das Rosenfreibad als allseits beliebter Ort für Freizeit, Spaß und Erholung wird es in dieser Saison so nicht geben dürfen und können. Daher ist für insbesondere weit anreisende Freizeitinteressierte dieses Jahr eher von einem Besuch abzuraten. An Wochenenden und bei Schönwetterlagen wird es häufiger zu einem Einlassstopp kommen können – wegen der Begrenzung der Besucheranzahl“, erläutert Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse.

Maximal 100 Personen dürfen sich zeitgleich in der Anlage aufhalten. Kinder unter zehn Jahre haben nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten Zutritt. Jeder Freibadnutzer muss seine Kontaktdaten und das Besuchsdatum auf einem Formblatt notieren und dieses abgeben. Die Verweildauer wird limitiert. Die Samtgemeinde händelt das über folgende festgelegte Blockzeiten (mit zwischengeschalteten Schließungen): montags bis freitags von 6.30 bis 8.30 Uhr, von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr, von 14 Uhr bis 16.30 Uhr und von 17.30 Uhr bis 20 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 9 bis 12 Uhr. Jeweils zum Ende einer Blockzeit müssen die Besucher das Freibadgelände verlassen haben – und spätestens 15 Minuten vorher aus dem Wasser sein. Letzter Einlass ist 30 Minuten vor Blockzeitende. 

Nach 12 Uhr bleibt das Bad an den Wochenenden geschlossen. Damit will die Samtgemeinde dem erwartbaren Ansturm von Besuchern in großer – nicht selten vierstelliger – Zahl an heißen Tagen vorbeugend begegnen. Dauerhaft gesperrt bleiben in der Freibadsaison Duschen, Umkleiden und Wertfächer, Sprungturm, beide Rutschen und Kinderplanschbecken. Private Kleidung kann auf einer langen Bankreihe unterm Vordach oder auf der Liegewiese abgelegt werden. Eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes besteht nicht. Sitzgelegenheiten, wie sie sonst etwa im Terrassenbereich vorgehalten werden, fallen weg. Das Schwimmerbecken wird zweigeteilt: Pro Sektor sind maximal 30 Personen erlaubt. Das Schwimmen muss „im Kreisverkehr“ erfolgen. Im – dreigeteilten – Nichtschwimmerbecken dürfen sich höchstens 40 Personen zeitgleich aufhalten. Es gibt hier zwei „Kreisverkehre“ – mit jeweils maximal 15 Badenden; im Niedrigwasserbereich sind bis zu zehn Personen zulässig.

Zutritt zu den Toiletten wird nur einzeln gestattet. Für den Beckenzutritt greift eine „Einbahnstraßenregelung“ über das obere Durchschreitebecken. Nur kaltes Abduschen ist gestattet – und die Benutzung von Duschgel sowie Shampoo verboten. Der Kioskbetrieb entfällt zunächst komplett, weil er unwirtschaftlich wäre. Dabei muss es aber nicht zwingend die ganze Saison über bleiben. Machen weitere Lockerungen von Corona-Auflagen höhere Freibad-Einlasszahlen möglich, könnte das eine zeitweise Kiosk-Öffnung nach sich ziehen.

Die Eintrittspreise bleiben unverändert. Das bekannte Ticketangebot ändert sich nicht. Ein wichtiger Hinweis: Wer eine Dauerkarte ersteht, sichert sich damit kein Anrecht auf bevorzugten Eintritt. Für diese Saisontickets gibt es auch einen Vorverkauf an der Freibadkasse – am Freitag, 5. Juni, 15 bis 18 Uhr, und tags darauf von 9 bis 12 Uhr. „Für die Samtgemeinde Harpstedt als Badbetreiber ist nach Abwägung von Chancen und Risiken die Entscheidung getroffen worden, die zugelassene Möglichkeit der sehr eingeschränkten Öffnung des Harpstedter Rosenfreibades anzugehen. Die vorzusehenden deutlichen Einschränkungen und Rahmenbedingungen sind anhand der Vorgaben und Empfehlungen intern erarbeitet und mit dem Gesundheitsamt des Landkreises abgestimmt worden“, erläutert Herwig Wöbse. Der Saisonstart falle ganz bewusst auf den Wochenbeginn, „da die Begrenzung des insbesondere an Wochenenden zu erwartenden starken Besucherandranges die größte Herausforderung für einen verantwortungsvollen Badbetrieb darstellt“. Leider werde die große Attraktivität des Rosenfreibades als Besuchermagnet jetzt wegen der nötigen Beschränkungen zum Nachteil, bedauert Wöbse

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