SGA zieht Bildung eines Arbeitskreises in Erwägung

Freibad: Harpstedt bleibt beim Barcodesystem am Ball

Harpstedt - Die etwaige Einführung eines Barcodesystems mit Kartenautomat, Lesegerät und Drehkreuz für das Rosenfreibad soll weiterverfolgt werden. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Beratungen im nichtöffentlichen Samtgemeindeausschuss (SGA) über das Thema.

Bereits vergangene Woche deutete sich im Schul- und Sozialausschuss an, dass die moderne Technik sicher nicht von heute auf morgen kommt. Zunächst muss umfassend geprüft werden, wie sich das Barcodesystem möglichst optimal in die Abläufe im Freibad einbinden ließe und welcher Personalbedarf noch verbliebe. Verwaltungschef Herwig Wöbse hatte schon im Schul- und Sozialausschuss betont: „Entscheidungsdruck besteht nicht.“

Der SGA hat nach Wöbses Auskunft auch über einen etwaigen Arbeitskreis nachgedacht, der sich vertiefend mit den Detailfragen beschäftigen könnte. Persönlich findet der Samtgemeindebürgermeister diese Idee nicht schlecht. Arbeitskreise hätten sich immer dann bewährt, wenn sie sich mit einem ganz konkreten, recht eng eingegrenzten Themenfeld befassten. Die notwendigen Investitionen für ein Barcodesystem dürften sich nach dem aktuellen Stand der Dinge im hohen fünfstelligen oder unteren sechsstelligen Euro-Bereich bewegen. Durchaus zu bedenken dabei: Die Technik macht Kassenpersonal voraussichtlich nicht komplett überflüssig.

Eintrittsbefreiung nur für die Übungsleiter

In Sachen Jugendförderung ist der SGA einer Empfehlung des Schul- und Sozialausschusses gefolgt. Der gefasste Beschluss sieht eine Verdoppelung der bisherigen Sätze vor. Pro jugendlichem Vereinsmitglied können Vereine, die Jugendarbeit betreiben und dem Samtgemeindejugendring angehören, künftig fünf Euro Zuschuss seitens der Kommune bekommen. Die Mindestpauschale für Jugendgruppen soll fortan 200 Euro betragen. „Draufgesattelt“ hat der SGA ebenso bei der Förderung der Ferienspaßaktionen, die Jugendpflege (JuH) und Jugendring in Kooperation mit örtlichen Vereinen und Gruppen organisieren. Hierfür soll nunmehr eine Zuwendung von 3. 500 Euro seitens der Samtgemeinde fließen. Bislang lag die Förderung bei 2 500 Euro. Die finanzielle Unterstützung soll ein attraktives Angebot bei erschwinglichen Teilnahmegebühren sichern.

Die SGA-Entscheidung über den Antrag von Saskia Kamp (SPD), der Freibad-Eintrittsbefreiungen für Aquajogging-, Wassergymnastik-, Tauch- und Triathlon-Angebote oder auch Schwimmlernkurse von Vereinen vorsieht, deckt sich ebenfalls mit einer vorangegangenen Empfehlung des Schul- und Sozialausschusses. Der Beschluss differenziert: Die betreffenden Übungsleiter und Trainer sollen während der Übungsstunden vom Eintritt befreit werden, die Teilnehmer/Mitglieder hingegen nicht. Damit fand Kamps Antrag sozusagen zur Hälfte Zustimmung. Die Breitenwirkung dürfte eher begrenzt sein. Viele Übungsleiter leisten sich ohnehin eine Dauerkarte für das Harpstedter Rosenfreibad. Diejenigen, die in den Genuss der Eintrittsbefreiung kommen sollen, müssen seitens der Vereine konkret gegenüber der Samtgemeinde benannt werden. Das hat allerdings keine Eile, zumal die Freibadsaison am Sonntagabend endet und die nächste erst im kommenden Frühjahr beginnt. boh

Rubriklistenbild: © dpa

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