Freibad-Saison eher durchwachsen: Samtgemeinde verkauft 13 Prozent weniger Dauerkarten als im vergangenen Jahr

Wöbse: „Einnahmen decken nur ein Drittel der laufenden Kosten“

Harpstedt - „Die Gesamtzahl der Besucher und somit auch die Einnahmen werden unter dem Niveau des Vorjahres bleiben. „Die Witterungsbedingungen waren leider unterdurchschnittlich“, bedauert Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, dass die Saison 2015 im Harpstedter Rosenfreibad beileibe nicht nach Maß verlaufen ist.

Wann genau die Badeanstalt am Tielingskamp ihre Pforten für dieses Jahr dicht machen wird, lässt er noch offen. Je nach Witterung und Wetterprognose werde die Verwaltung zu gegebener Zeit die Öffnungszeit reduzieren und den Schließungstermin festlegen.

Bislang hat die Kommune etwa 100000 Euro aus Kartenverkäufen eingenommen – rund 20000 Euro weniger, als im Haushalt 2015 veranschlagt ist. Auf der Ausgabenseite schlügen indes, so Herwig Wöbse, rund 360000 Euro an Sach- und Personalkosten zu Buche. Wird bei den Einnahmen bis zum Saisonende noch der Haushaltsansatz erreicht, verbliebe unterm Strich also immer noch ein Zuschussbedarf von rund 240000 Euro. „Oder anders gesagt: Die Eintrittspreise decken im Durchschnitt nur rund ein Drittel der laufenden Sach- und Personalkosten. Nicht eingerechnet in den Zahlen ist der Abschreibungsbedarf aus den millionenschweren Sanierungen vergangener Jahre“, erläutert der Verwaltungs-chef in einer Pressemitteilung. Einen Kommentar zur bemerkenswerten Höhe des „Defizits“ erspart er sich wohlweislich. Die Saisonbilanz lässt aber erahnen, warum sich viele Kommunen inzwischen kein Freibad mehr leisten – oder leisten können. Solche Freizeiteinrichtungen sind erfahrungsgemäß ein Zuschussgeschäft.

An Freibad-Dauerkarten hat die Samtgemeinde in der laufenden Saison bis jetzt 475 Stück verkauft – 13 Prozent weniger als in der kompletten Saison 2014. Da jetzt kein Mensch mehr auf die Idee käme, noch ein solches Saisonticket für 2015 zu erwerben, erhöht sich die Stückzahl in diesem Jahr nicht mehr. In den anderen Kategorien finden indes sicherlich noch weitere Tickets bis zum Saisonende Abnehmer. An 30er-Karten hat die Samtgemeinde bislang 14 Prozent weniger verkauft als in der kompletten Saison 2014. Bei den 20er-Karten ergibt sich ein Minus von fünf Prozent – und bei den Zehnerkarten ein Minus von 28 Prozent (wie auch bei den Einzeltickets). Wie gesagt: Hier sind noch Verkäufe zu erwarten, sodass die Bilanz am Ende der Saison sicherlich nicht mehr ganz so trübe wie derzeit aussieht.

Den mit Blick auf die Frequentierung erfolgreichsten Tag erlebte das Harpstedter Rosenfreibad in diesem Jahr am 4. Juli: Die beliebte Pool-Party mobilisierte damals weit mehr als 5000 Menschen.

boh

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