Traditionsreiche „Liedertafel“ Harpstedt

Fred Büchau: Singen ist die gesündeste Sportart der Welt

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Der Männergesangverein „Liedertafel“ Harpstedt von 1841 mit Ehrengast Fred Büchau (ganz links): Hans Hermann Höger, Werner Thomas, Karlheinz Poggenburg, Edmund Streck, Bernd Gerke und Wilfried Kmita (v.l.). Es fehlen die Sänger Wilfried Weber und Heinrich Eilers. 

Harpstedt - „Singen ist doch immer noch die gesündeste Sportart der Welt“, meinte Fred Büchau, Vorsitzender der Sängerkreisgruppe Klosterbach-Delme, am Donnerstagabend augenzwinkernd während der Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins „Liedertafel“ Harpstedt von 1841 im Hotel „Zur Wasserburg“. Die Chormitglieder schienen diese „Theorie“ zu beweisen: Trotz ihres stolzen Gesamtalters von 568 und eines Durchschnittsalters von 71 Jahren sind die acht Sänger nicht nur fit, sondern erstaunen ihr Publikum auch immer wieder mit dem kraftvollen Klang ihres Chorgesangs.

Nach einem Gottesdienst, bei dem die „Liedertafel“ für die musikalische Untermalung gesorgt hatte, gab es ein besonders positives Feedback. „Es habe sich angehört, als ob ein Chor von mindestens 20 Personen oben gesungen hätte“, gab Chorleiter und Vereinsvorsitzender Bernd Gerke das Lob, das er erhalten hatte, an seine Sänger weiter. Er blickte auf ein besonderes Jahr zurück: Am 24. April 2016 hatte der Männergesangverein mit dem Kreischorkonzert in der Harpstedter Christuskirche sein 175-jähriges Bestehen gefeiert. Beteiligt waren neben den Jubilaren selbst auch die gemischten Chöre aus Harpstedt, Bramstedt und Bassum sowie die Bassumer „Liedertafel“. „Eine gelungene Veranstaltung. Auch unsere Liedbeiträge sind gut angekommen“, fasste Gerke zusammen. Die Jubilare sangen ihr eigenes „Geburtstagslied“, das Mitglied Karlheinz Poggenburg gedichtet hatte, außerdem „Singen, Klingen, Freude bringen“, „Jenseits des Tales“, „An der Grenze“ und „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“.

Im Laufe des Jahres gestaltete der Männergesangverein zudem musikalisch viele Geburtstagsfeiern oder andere runde Jubiläen von Chormitgliedern mit. Traditionsgemäß beteiligten sich die Sangesbrüder am Volkstrauertagsgottesdienst in der Harpstedter Christuskirche – diesmal mit den Liedern „Die Brücke zu Gott“ und „Die Blumen und das Laub“. Hinzu kam die Mitwirkung am Sängertag der Sängerkreisgruppe Klosterbach-Delme. Die gemeinsame Müllsammelaktion, die stets am Gründonnerstag auf dem Programm steht, findet sich auch 2017 im Terminplan wieder. Der Chor zählt zurzeit acht aktive und fünf passive Mitglieder.

Kassenwart Hans Hermann Höger berichtete von einem trotz der Jubiläumsfeier ausgeglichenen Kassenstand. Zum 175-jährigen Bestehen hatte der Chor einige Präsente erhalten. Gerke berichtete in diesem Zusammenhang von der Urkunde des Deutschen Chorverbands sowie von dem Lied, das Steffen Akkermann, musikalischer Leiter des Gemischten Chors Harpstedt, der „Liedertafel“ geschenkt hatte. „Damit werden wir uns nun in den nächsten Proben beschäftigen“, kündigte er an.

Fred Büchau betonte in seinem Grußwort, die Chormitglieder könnten auf sich und ihren Traditionsverein stolz sein. „Ihr seid weit und breit der älteste Verein in der Umgebung“, unterstrich er. Büchau nahm auf das stattliche Gesamtalter Bezug. Andere Chöre bräuchten 40 oder 50 Mitglieder, um auf 568 Jahre zu kommen. „Ihr schafft das mit acht Leuten“, sagte er, und dabei schwang Bewunderung mit. Besonders seien die große Treue der Mitglieder zu ihrem Männergesangverein und die Verbundenheit mit der „Liedertafel“. Bernd Gerke nannte dazu eindrucksvolle Zahlen: „Wir kommen alle zusammen auf 282 Mitgliedsjahre. Das sind 35,25 Jahre im Durchschnitt.“

Büchau verriet, das Kreischorkonzert 2018 solle wieder in Harpstedt über die Bühne gehen. Dabei gebe es ein weiteres besonderes Jubiläum zu feiern: „Steffen Akkermann ist dann seit 50 Jahren Chorleiter.“ 

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