Aktion mit Pferden

Footoshooting zugunsten der „Rescue Ranch“ in Dünsen

Als Fabelwesen und Sagengestalten gekleidet und geschminkt treten die sechs Models vor die Objektive.
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Als Fabelwesen und Sagengestalten gekleidet und geschminkt treten die sechs Models vor die Objektive.

Mit einem Fotokalender will Viviane Aubert die „Recue Ranch“ in Dünsen unterstützen. Am Sonntag versammelten sich deshalb Fotografen und Models zu einem Fotoshooting auf dem Gnadenhof.

Dünsen – Sir Henry und Sir Oscar, Marieqiueta und Nelly, Brenda und Bruno sind zwei Esel und vier Pferde – und sie vereint alle ein gemeinsames Schicksal. Die Vierbeiner wurden vernachlässigt und waren verwahrlost. Wären Anja Poppinga und Frank Grüneberg nicht auf die Tiere aufmerksam geworden, würden einige von ihnen wohl nicht mehr leben.

Seit März betreibt das Paar die „Rescue Ranch“ in Dünsen. Doch im November schien den beiden Tierschützern finanziell die Luft auszugehen. Der Gnadenhof stand kurz vor dem Aus. „Ich hatte noch 50 Euro in der Tasche und wusste nicht, was ich davon kaufen sollte. Futter oder Medikamente“, beschreibt die Frührentnerin die dramatische Situation. Sie und ihr Lebensgefährte hatten ihre Rücklagen komplett aufgebraucht. Die Rente und das Gehalt gingen für die laufenden Kosten drauf. „Jedes dieser Tiere ist krank und benötigt Medikamente“, erzählt die 53-Jährige.

Zwei Fotografen setzen die zwei- und vierbeinigen Models auf der Koppel ins rechte Licht.

Durch zwei Artikel in der Kreiszeitung erlangte der Hof jedoch die nötige Aufmerksamkeit bei anderen Tierfreunden. Durch Spenden konnte eine neue, stabile Heuraufe angeschafft und 42 gespendete Heuballen konnten mithilfe einer Spedition von Esens nach Dünsen gebracht werden.

Allerdings ist der Wunschzettel noch lang. „Brenda hat das Weidezelt zerlegt. Wir brauchen dringend ein neues“, so Poppinga. Brenda ist eine belgische Kaltblutstute, die lange als Kutschpferd genutzt wurde und gemeinsam mit dem Rheinischen Kaltbluthengst Bruno aus den Niederlanden kam. Allerdings musste sie acht Wochen in einer Tierklinik bleiben, ehe sie zu Bruno auf die Koppel konnte. „Die Tierarztkosten haben wir auch noch zur Hälfte übernommen“, erzählt Poppinga. Doch mit der überschwänglichen Wiedersehensfreude der beiden Kaltblüter war das zunächst vergessen.

„Die Fotografin in mir hat eine Idee“

Brenda war überdies der Grund für einen wichtigen Kontakt. „Brenda erinnert mich total an mein eigenes Pferd“, strahlt Viviane Aubert, während sie abwechselnd Brenda und den eifersüchtigen Bruno streichelt. Sie habe den Bericht der Kreiszeitung gelesen und sich sofort in Brenda verliebt.

„Die Fotografin in mir hat eine Idee“, antwortete die junge Frau Mitte August auf einen Hilferuf der Gnadenhof-Betreiber auf Facebook, als die für Bruno dringend Stallmatten benötigten. Am Ende wurde die Idee konkretisiert. Die Fotografin aus Hitzacker entwirft zugunsten der „Rescue Ranch“ einen Fotokalender im DIN A3 Format. Dazu trafen sich am Sonntagmorgen sechs Models und zwei Fotografen auf dem Gnadenhof. Im Haus der Ranch-Nachbarin wurden die Models geschminkt und kostümiert. Alles im Rahmen eines „time for print“-Shootings“. Das bedeutet, dass sowohl Models als auch Fotografen ohne Honorar arbeiten und sich die Rechte an den Bildern teilen. „Wir hätten ohnehin kein Honorar genommen. Uns geht es um die Tiere“, versicherten Janita Tatar und Kristin Wessel.

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Nach einer kleinen Ewigkeit kamen märchenhafte Fabelwesen und Sagengestalten aus der Garderobe auf die Koppel. Geduldig ließen sie sich von den Fotografen ablichten. Bei dem nasskalten Wetter waren die jungen Frauen nicht zu beneiden. Doch sie hielten durch. Die besten zwölf Fotos werden in dem Kalender „Zauberwelten“ veröffentlicht. „Wir brauchen noch einige Vorbestellungen, um unser Ziel von 500 Kalendern erreichen zu können“, hofft die Fotografin. Der Erlös kommt voll und ganz dem Gnadenhof zugute, versicherte sie. Bestellungen nimmt sie per E-Mail unter „viviane@verzaubertfotologo.de“ oder auf ihrem Facebook-Account „Viviane Aubert“ entgegen. Die Kalender kosten 22,90 Euro pro Exemplar.

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