Abschied: Engagiertes Wirken der Burg- und Koemsfrauen findet eine Würdigung

Die Fördergemeinschaft Koems hat ihnen viel zu verdanken

Klaus-Dieter Westphal (4.v.l.) dankte Martina und Waltraud Ganswindt, Erika Hormann, Hanna Hegeler, Gertrud Westphal und Karin Lakewand (von links). - Foto: Hartmann

Harpstedt - Mehr als drei Jahrzehnte lang sind sie eine wichtige Stütze der Fördergemeinschaft Koems gewesen: Nun hat deren Vorsitzender Klaus-Dieter Westphal sie im Rahmen eines Grillabends verabschiedet.

Die Rede ist von den einstigen Burg- und den späteren Koemsfrauen. Erika Hormann ließ den Werdegang dieser Gruppe Revue passieren. Begonnen hatte alles 1981, als es darum ging, die Einweihung des restaurierten und erweiterten Amtshof feierlich zu gestalten. Bernhard Wöbse sprach Gertrud Bädeker darauf an, die sich wiederum mit Erika Hormann in Verbindung setzte. Die Burgfrauen-Idee nahm Form an. Statt sich Kleider aus dem Kostümverleih zu besorgen, nähten sich die beiden Damen selbst welche. In Anlehnung an historische Fotos entwickelte Erika Hormann die „Harpstedter Burgfrauen“-Tracht. Alsbald stießen Karin Siemering und Hille Stransky hinzu. Seinen ersten Auftritt erlebte das „Quartett“ – wie geplant – am 15. Mai 1981 während der Amtshof-Einweihungsfeierlichkeiten. Weitere folgten.

Die Burgfrauen betreuten etwa einen Stand auf der „Hafa“ in Bremen. Dort kam Erika Hormann auf die Idee, eine Tombola zugunsten der Fördergemeinschaft Koems ins Leben zu rufen. 1984 verkauften die Damen erstmals Lose für den Koems-Verein. Weitere Frauen verstärkten das Team. Während des Himmelfahrtskonzertes der „Prager“ auf dem Krönungsplatz gab es die erste Koems-Tombola-Hauptziehung. 1986 bildeten die „Burgfrauen“ mit ihren Männern eine Tanzgruppe und traten mit den „Pragern“ bei einer Musikparade in Oldenburg auf. Veranstaltungen wie der Maimarkt und das Maikonzert der Feuerwehr erwiesen sich als gute „Plattformen“ für einen erfolgreichen Losverkauf. Obendrein avancierten die Burgfrauen zu Werbeträgerinnen für Samtgemeinde und Flecken Harpstedt. Hinzu gesellten sich im weiteren Verlauf die Koems-Frauen. Sie trugen statt der typischen Tracht blaue Westen und engagierten sich ebenfalls mit Herzblut für den Koems-Verein. 2004 übernahm Martina Ganswindt die Leitung. Im Mai 2006 verabschiedete Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes die vier ersten Burgfrauen Gertrud Bädeker, Erika Hormann, Karin Siemering und Hille Stransky nach 25-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit während eines Tages der offenen Tür auf dem Amtshofgelände mit einem kleinen Weinpräsent.

Danach fiel es zunehmend schwer, genügend Frauen zum Mitmachen zu bewegen. So endete die Erfolgsgeschichte 2015 mit der letzten Koems-Tombola – der 32. ihrer Art. Erika Hormann hat über den Erfolg der Losverkäufe penibel Buch geführt. Eine größere fünfstellige Summe brachten sie der Fördergemeinschaft Koems ein. Dafür bedankte sich Westphal während der kleinen Feierstunde bei den sechs anwesenden Burg- und Koemsfrauen mit leckerem Gegrillten und Salaten. Ein „guter Tropfen“ fehlte nicht - hh

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