Wohnraumbedarf geht merklich zurück / Samtgemeinde bewahrt sich aber einen Puffer

Flüchtlingszahl sinkt von über 200 auf 85

Anfangs kamen vorwiegend Sudanesen, später auch Syrer in die Samtgemeinde. Viele Flüchtlinge sind inzwischen weggezogen.

Harpstedt - Nur noch 85 der mehr als 200 Flüchtlinge, die im Zuge des Zustroms von 2015/16 gekommen waren, leben heute noch in der Samtgemeinde Harpstedt. Das sagte Verwaltungschef Herwig Wöbse auf Nachfrage unserer Zeitung.

Zwar gebe es in geringem Ausmaß inzwischen Familiennachzug, aber die Um- und Wegzüge machten dies mehr als wett. „Wir registrieren eine langsam sinkende Tendenz in der Anzahl der Flüchtlinge“, so Wöbse. Zum Teil habe die Samtgemeinde auch Mietverträge, die sie für die Unterbringung Asylsuchender abgeschlossen hatte, schon wieder aufgekündigt. 

Wohnraum-Puffer wird beibehalten

Wie groß der Renovierungsbedarf gewesen sei? Sehr unterschiedlich; von „ganz wenig“ bis „schon ein wenig mehr“ habe das Spektrum gereicht, erwiderte Wöbse auf diese Frage. In einigen Fällen laufe die Kündigungsfrist noch. Die Samtgemeindeverwaltung achte aber darauf, „dass wir einen Wohnraum-Puffer behalten, um etwaige Engpässe ausschließen zu können“.

Von den aktuell 85 Geflüchteten „haben wir noch 68 in Unterbringung“; die übrigen 17 hätten selbst Wohnraum gemietet. Seit längerer Zeit habe es nun schon keine neuen Zuweisungen mehr gegeben. Kämen aber doch wieder welche, so „sind wir als Samtgemeinde wohl nicht so schnell dabei“, zumal „wir in der Quotenerfüllung etwas weiter sind als andere Kreisgemeinden“, erläuterte Herwig Wöbse.

boh

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