Flüchtlingshelfer sollen Benzingeld erhalten

SPD reagiert mit Antrag auf Missstand

Harpstedt - Die ehrenamtlich tätigen Integrationshelfer in der Samtgemeinde Harpstedt bekommen bislang keine Benzinkosten-Erstattung für „dienstliche“ Fahrten mit und im Interesse von Flüchtlingen. Schon zweimal hat unsere Zeitung diesen Missstand angeprangert.

Nun hat die SPD-Fraktion im Samtgemeinderat dazu einen Antrag eingebracht. Der sieht vor, dass die ehrenamtlichen Betreuer künftig für Fahrten mit Asylbewerbern zu Arztpraxen und Behörden eine Aufwandsentschädigung erhalten, die „der Kilometerpauschale im Öffentlichen Dienst entspricht“. Über die gefahrenen Strecken sei ein Nachweis zu führen. Die Abrechnung soll dem Antrag zufolge monatlich erfolgen. Der Vorschlag geht auf SPD-Ratsherr Klaus Stark zurück. Seine Fraktion hat ihn gebeten, daraus einen Antrag zu formulieren und diesen an Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse zu richten.

„Der bisherige Einsatz der Helfer erfolgt ohne jegliche Aufwandsentschädigung. Nur größere Sachaufwendungen, zum Beispiel eine Werkzeugkiste für Fahrradreparaturen für jedes der angemieteten Häuser in Kirchseelte, Dünsen, Horstedt und Wohlde, wurden über Spendengeld der evangelischen Kirche bezahlt“, erläutert Stark in seinem Antragsschreiben. Die ehrenamtlichen Helfer leisteten persönlichen Einsatz, der „in vielen Fällen eine Vielzahl von Wochenstunden beträgt“. Stark will erreichen, dass sie nicht auch noch selbst in größerem Umfang finanziell in Leistung treten müssen. Mit der Zahlung einer Aufwandsentschädigung zur Deckung der anfallenden Benzinkosten brächte die Kommune zudem „eine gewisse Wertschätzung“ der Flüchtlingshilfe zum Ausdruck. Diese Meinung haben im Übrigen auch einige Helfer aus dem Kreise der Ehrenamtlichen selbst schon geäußert.

Abschließend gestattet sich der SPD-Ratsherr in seinem Schreiben den Hinweis, dass die Samtgemeinde Harpstedt wegen des Engagements der Ehrenamtlichen ohnehin bei Personal- und Sachkosten finanzielle Mittel in größerem Umfange einspare.

boh

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