Haushalt sieht eine Million Euro für Grunderwerb vor

Flecken investiert in Straßen und die Wohnbauentwicklung

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. In die Entwicklung neuer Wohnbauflächen und den Straßenbau will der Flecken Harpstedt kräftig investieren. Das zumindest verrät ein Blick in den Haushalt 2018, den der Gemeinderat am Montagabend im Hotel „Zur Wasserburg“ einstimmig verabschiedet hat.

Eine Million Euro sieht das Zahlenwerk für Grunderwerb vor. Dieser Posten sei auch als „vorsorglicher“ Ansatz mit Blick auf künftige Baugebiete zu sehen, sagte Gemeindedirektor Ingo Fichter auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Planung und die Baustraße für den vierten Abschnitt des Wohngebietes „Am Großen Wege“ schlagen im Etat mit 200. 000 Euro zu Buche. Wie viele Baugrundstücke genau auf den rund zwei Hektar Fläche zwischen den ehemaligen I.D.-Bau-Musterhäusern und der Hannoverschen Straße entstehen könnten, hängt von den Grundstücksgrößen ab. „Zwischen zehn und 20 dürften es werden“, schätzt Ingo Fichter.

Gesamtkosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro sind für den Endausbau der 850 Meter langen Gemeindestraße Goseriede veranschlagt. Der Gemeindedirektor rechnet mit einer abschnittweisen Umsetzung der Maßnahme. Zunächst müsse eine Planung her, und die dürfte laut Fichter bereits „sehr aufwendig“ werden. Der Haushalt 2018 sieht zunächst einen Ansatz von 300. 000 Euro für die Goseriede vor.

Einnahmen und Ausgaben

Der Endausbau des Uelzener Wegs im Siedlungsbereich „Am Großen Wege III“ findet sich im Etat mit einem 200. 000-Euro-Ansatz wieder. Für die Befestigung des unbefestigten Teils des Heimbergwegs hat der Flecken 100. 000 Euro veranschlagt; auf der Einnahmenseite sind 50. 000 Euro als Kostenanteil der Jagdgenossenschaft verbucht.

Bei den Einnahmen kalkuliert der Flecken mit 24. 000 (Plan 2017: 26. 000) Euro aus der Grundsteuer A, 580 .000 (565. 000) Euro aus der Grundsteuer B, einer Million Euro (wie 2017) aus der Gewerbesteuer, 2,2 Millionen (2,05 Millionen) Euro aus Einkommensteueranteilen, 200. 000 (170 000) Euro aus Umsatzsteueranteilen, 50 .000 (35. 000) Euro aus der Vergnügungs- und 15. 000 Euro (wie 2017) aus der Hundesteuer. An den Landkreis Oldenburg muss die Gemeinde 1 .396. 100 (2017: 1. 280 .000) abführen – und an die Samtgemeinde 2 .128. 600 (2. 045. 000) Euro.

Fehlbedarf von 425.600 Euro

Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Fehlbedarf in Höhe von 425 .600 Euro. Allerdings lässt sich dieses Defizit mit Überschussrücklagen vergangener Jahre kompensieren.

Uwe Cordes (Bündnis 90/Die Grünen) wünschte sich für die Zukunft eine genauere Betrachtung der Haushaltsreste und ein Hinterfragen, warum manche Investitionen nicht planmäßig umgesetzt würden. Er empfahl, mit den Haushaltsberatungen früher, möglichst schon im Dezember, zu beginnen.

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