Flecken Harpstedt macht Ernst mit Klimaschutz

Gemeinsamer Antrag: Heizen im Neubaugebiet nur noch mit Erneuerbaren

Verpflichtet werden, mit regenerativer Energie zu heizen, soll jeder, der im künftigen Harpstedter Neubaugebiet baut.
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Verpflichtet werden, mit regenerativer Energie zu heizen, soll jeder, der im künftigen Harpstedter Neubaugebiet baut.

Harpstedt – Keine Lippenbekenntnisse mehr; der Flecken macht Ernst mit dem Klimaschutz: Alle Häuser, die im künftigen Harpstedter Neubaugebiet an der L 341 („Am Großen Wege“) in Richtung Koems-Gelände entstehen, sollen ausschließlich mit regenerativer Energie beheizt werden dürfen. Das haben CDU, Harpstedter Bürgerliste (HBL) und SPD gemeinsam vor dem Hintergrund der verbindlichen Klimaziele des Bundes beantragt.

Sie wollen diese Pflicht für die künftigen Bauherren im B-Plan verankert haben. Den sonstigen Energiebedarf (Strom) möglichst ebenfalls aus regenerativen Quellen zu decken, sei anzustreben. Bei der Anordnung der Bauteppiche sei zu berücksichtigen, dass sich die zu bauenden Gebäude in der Ausrichtung für Fotovoltaik und Solarthermie eignen. Parallel solle der Rat Handreichungen erarbeiten, um Bauwillige bei der Umsetzung ihrer Baumaßnahmen durch den Flecken zusätzlich zu unterstützen.

CDU, SPD und HBL hätten ihren Antrag gern zeitnah im zuständigen Fachausschuss beraten. Was auffällt: Die Grünen haben sie nicht ins Boot geholt.

„Das Thema Klimaschutzziele ist zu wichtig, um zu warten, bis verbindliche Auflagen von oben kommen. Die Mehrheit der Fleckenratsmitglieder ist sich einig: Bereits bei der Aufstellung des Bebauungsplans für unser neues Baugebiet wollen wir verbindlich vorschreiben, dass die Nutzung von regenerativen Energien zur Beheizung, eventuell auch für mehr (das werden die Beratungen im Fachausschuss ergeben), absolute Priorität hat. Wir sind uns bewusst, dass wir mit diesem Vorgehen Neuland betreten. Wir sind jedoch auch der Überzeugung, dass sich heutzutage jeder Bauwillige sowieso mit dem Thema beschäftigt“, äußerte sich Bürgermeister Stefan Wachholder (CDU) gegenüber der Presse.

Die Verwaltung habe ihm mitgeteilt, das Planungsbüro werde den Antrag bereits bei der nun folgenden Planung berücksichtigen.

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