Flashmob, geldfreier Markt und Vortrag mit Diskussion in Harpstedt

„freiraum“ widmet sich mit Thementag dem Klimaschutz

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Gebrauchte Dinge aller Art wider die Wegwerfgesellschaft und im Interesse des Klimaschutzes „upcyceln“ oder durch Tausch oder Schenkung weiter verwenden – das ist ein Kernanliegen des „freiraums“.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. „Der Klimawandel ist eine Schicksalsfrage für die Menschheit.“ Zu dieser Erkenntnis ist Bundeskanzlerin Angela Merkel gekommen. Recht spät, aber immerhin... Der unlängst eröffnete „freiraum“-Laden in Harpstedt stellt eben diese Schicksalsfrage in den Mittelpunkt seines Engagements. 

„Mit Vielfalt und Kreativität in den Klimaschutz starten“ – so lautet das Motto eines ersten, für Freitag, 24. November, anberaumten Thementages. Die Oberschule Harpstedt wird involviert sein. Sie startet das Programm am Morgen mit einem Klimaschutz-Flashmob in der Pausenhalle. 19 Siebtklässler hätten sich an zwei Terminen „auf theatrale Weise“ mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt, berichtet Ruth Große-Wilde aus dem „freiraum“-Projektteam. Das Ergebnis soll nun in einem Flashmob Gestalt annehmen, also in Form eines „Menschenauflaufs“, bei dem die Teilnehmer gemeinschaftlich ungewöhnliche Dinge tun.

Am Abend des 24. November, um 19 Uhr, wird Anna-Lena Sauer, die Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Oldenburg, im „freiraum“ an der Freistraße in Harpstedt zu Gast sein. Dort hält sie einen öffentlichen „interaktiven“ Vortrag. Das heißt: Die Teilnehmer erwartet keine Dozenten-Zuhörer-Situation. Vielmehr möchte Sauer mit ihnen ins Gespräch kommen, nachdem sie den Stand der Dinge in Sachen Klimaschutz im Landkreis vorgestellt hat. Im Mittelpunkt des Gedankenaustausches soll die Frage stehen, wie die Menschen schon „mit kleinen Handlungen“ den Alltag klimafreundlicher gestalten können.

Verschenke- und Tausch-Markt am 25. November

Eine weitere „freiraum“-Veranstaltung folgt tags darauf, am Sonnabend, 25. November, in der Aula der Harpstedter Delmeschule an der Schulstraße: Ein Verschenke- und Tausch-Markt steht dann unter dem Motto „Wirf mich nicht weg!“. Um 9.30 Uhr sollen sich die Türen für den Aufbau der Stände öffnen. Bis dahin müssen alle Teilnehmer, die etwas zum Tauschen oder Verschenken mitbringen, vor Ort sein. 

Einer vorherigen Anmeldung bedarf es indes nicht. Ausdrücklich unerwünscht sei ein Run oder Ansturm wie beim Schlussverkauf, betont Ruth Große-Wilde. Der Ablauf, der dem „freiraum“ vorschwebt, werde nach dem Aufbau in einer kurzen Einführung näher erläutert. Etwa um 10 Uhr solle dann das Tauschen und Verschenken beginnen.

Bürgerinnen und Bürger, „die vor Weihnachten bei sich Platz schaffen möchten oder auch gebrauchte Gegengenstände suchen, sind eingeladen, mit intakten Dingen aus zweiter Hand in einen schenkenden Verwertungskreislauf einzusteigen“, beschreibt Große-Wilde den Hintergrund dieses besonderen – bis 12.30 Uhr währenden – „Basars“, bei dem der „schnöde Mammon“ eben gerade keine Rolle spielen wird.

Der Genuss, anderen Menschen eine Freude zu machen

Von Kleidung für Jung bis Alt über Schuhe, Bücher, Spielzeug und Geschirr bis hin zu noch funktionierenden Elektrogeräten können Verbraucher alles mitbringen und weitergeben. „So entsteht ein geldfreier Kreislauf, in dem Gesuchtes gefunden werden kann“, erläutert Große-Wilde. Ein durchaus positiver Nebeneffekt: Der Genuss, anderen Menschen eine Freude zu machen, werde verstärkt.

Gern dürfen die Leute einen kleinen Beitrag für ein Fingerfood-Buffet mitbringen. Für Tee und Getränke sorgt das „freiraum“-Team. Falls Kleidung oder auch Spielzeug übrig bleibt, weil sich dafür kein Interessent findet, können diese Dinge laut „freiraum“-Projektteam in der Harpstedter Delmeschule verbleiben – für den Fundus der DRK-Kleiderkammer.

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