1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Harpstedt

Grundstück für neues Feuerwehrhaus erworben

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jürgen Bohlken

Kommentare

Aus zwei Standorten wird künftig einer: Das neue Feuerwehrhaus soll in Horstedt realisiert werden.
Aus zwei Standorten wird künftig einer: Das neue Feuerwehrhaus soll in Horstedt realisiert werden. © -

Prinzhöfte/Horstedt – Die Gemeinde Prinzhöfte hat ein ungefähr 4 000 Quadratmeter großes Grundstück neben dem Schießstand in Horstedt am Horstedter Weg für den Neubau eines Feuerwehrhauses erworben. „Es wird kommende Woche vermessen. Der Kaufvertrag ist unterzeichnet“, berichtete Bürgermeister Hans-Hermann Lehmkuhl am Dienstagabend während der Gemeinderatssitzung in der Horstedter Schützenhalle.

Er habe die Samtgemeinde Harpstedt, die das Feuerwehrhaus als Bauherrin realisieren wird, per Schreiben gebeten, die Fläche auf ihre Eignung zu prüfen, damit im Anschluss die Planung des Neubaus in die Wege geleitet werde.

Die Gemeinde Prinzhöfte müsse außerdem eine erforderliche Bauleitplanung auf den Weg bringen. In nichtöffentlicher Ratssitzung sei bereits ein Ingenieurbüro damit beauftragt worden. „Das kommt also nun auch in Gang. Ich hoffe, dass es keine Einwände gibt“, sagte Lehmkuhl.

Das Baugrundstück habe „ein bisschen Gefälle“, was die Planung aber nur geringfügig erschwere. Das Bauamt habe eine Fläche von 5 .000 Quadratmetern favorisiert. Die kleinere Grundstücksgröße und das Gefälle wären jedoch in den Augen des Bürgermeisters keine triftigen Gründe, den ins Auge gefassten Standort seitens der Samtgemeinde abzulehnen. „Wir mussten uns nun mal mit 4 000 Quadratmetern zufriedengeben. Ich denke, das sollte auch ausreichen“, sagte Lehmkuhl. Letztlich habe die Gemeinde Prinzhöfte ihre Hausaufgaben gemacht, unterstrich er.

Ein gemeinsames neues Feuerwehrhaus war den vormaligen Feuerwehren mit Grundausstattung in Klein Henstedt und Horstedt vor einigen Jahren zugesagt worden, als der Samtgemeinderat deren Auflösung und die (inzwischen längst vollzogene) Neugründung der Stützpunktfeuerwehr Prinzhöfte beschloss. Zumindest im Ergebnis kommt dieser Schritt einer Fusion gleich.

Die Fenster sind der „Bremser“

Im Zuge der Schützensaal-Sanierung in Horstedt seien die Gefache ausgemauert worden, leitete Hans-Hermann Lehmkuhl im Rat zu einem anderen Thema über. Die Klinker für die Außenanlage seien bestellt. Der Bremser, der ein rasches Maßnahmenende verhindere, seien die Fenster. Unklar ist, wann sie fertig sind und geliefert werden. „Wir wollten den Saal ja möglichst zum Schützenfest fertig haben. Recht schnell war uns aber klar, dass daraus nichts wird. Jetzt ist die Vollendung der Baumaßnahme bis zum Erntefest ins Auge gefasst, aber das hinzubekommen wird auch schon wieder schwierig“, äußerte sich der Bürgermeister.

Neuerliche Ausschreibung

Eine weitere Verzögerung, die er erwähnte, betrifft den geplanten Spielplatz, der gegenüber dem Feuerwehrhaus in Horstedt geschaffen werden soll. Die veranlasste und vorbereitete neuerliche Ausschreibung sei noch nicht rausgegangen; sie liege aktuell zwecks Prüfung beim Rechnungsprüfungsamt.

Anderes Thema: Zusätzlich zur Mittelspannungsleitung von Simmerhausen nach Stiftenhöfte wolle die Avacon Netz GmbH noch in diesem Jahr ein Erdkabel von Simmerhausen über Wunderburg nach Klein Henstedt zum Kehrtau verlegen, erläuterte der Bürgermeister. Betroffen von den Arbeiten sei nur öffentlicher Grund und Boden. Das neue Umspannwerk Prinzhöfte in Simmerhausen werde am 6. Mai eingeweiht. „Ich habe schon eine Einladung bekommen“, so Lehmkuhl.

Den Sachstand zum Thema Windpark „Wunderburg 2“ schilderte Ratsherr Jan Thöle. „Die Zuwegung zu allen Windradstandorten ist hergestellt“, erläuterte er. Nach seiner Kenntnis beginnen zeitnah die Erdarbeiten für das erste Fundament an der Kreisstraße. Thöle weiter: „Ende des Jahres sollen die Anlagen am Netz sein. Die Arbeiten liegen gut im Zeitplan, habe ich gehört.“

Gespräche in Sachen Kompensation

Was den geplanten Windpark in der Klein Henstedter Heide angehe, sei Projektierer wpd angefangen, mit den Grundstückseigentümern hinsichtlich Kompensation/Ausgleich ins Gespräch zu kommen, so Hans-Hermann Lehmkuhl. Auf Henstedter Seite gehe es um ein relativ großes Paket. Die Gespräche kommen nach Ansicht des Bürgermeisters sehr spät. Das habe er auch kritisiert.

Den Prinzhöfter Haushalt 2022 verabschiedete der Rat einstimmig (unsere Zeitung kommt darauf zurück). Weitere Sachthemen standen nicht auf der Tagesordnung.

Huntemann: Sitzungsprotokolle online stellen

Unter dem Punkt „Anfragen und Anregungen“ trat Regina Huntemann (Grüne) im Rat dafür ein, künftig die Protokolle zu öffentlichen Ratssitzungen auf die gemeindliche Website zu stellen. Sie wollte das als mündlichen Antrag verstanden wissen. Darüber soll in der nächsten öffentlichen Ratssitzung unter einem separaten Punkt diskutiert und beschlossen werden. Um die Homepage der Gemeinde Prinzhöfte kümmert sich Martin Siemer aus Wildeshausen. Der soeben verabschiedete Haushalt 2022 werde auch auf die Website gestellt, sicherte Bürgermeister Hans-Hermann Lehmkuhl zu.

Vollzählig tagen konnte das Kommunalparlament am Dienstagabend übrigens nicht. Für die Beschlussfähigkeit aber reichten die sechs nach Sitzungseröffnung anwesenden Ratsmitglieder (von insgesamt neun) aus.

Gleich zwei Mandatsträger fehlten, weil sie sich mit Corona infiziert haben.

Auch interessant

Kommentare