Innenschale wird in Eigenleistung hergestellt

Festsaal in Horstedt: Warten auf das Fachwerk für die Giebelwand

Die Fallrohre hat der Zimmereibetrieb Zawodny aus Klein Köhren kürzlich angebracht.
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Die Fallrohre hat der Zimmereibetrieb Zawodny aus Klein Köhren kürzlich angebracht.

Horstedt – Die Fallrohre am Festsaal bei der Schützenhalle in Horstedt hat die Zimmerei Zawodny inzwischen montiert. Ein Ratsbeschluss der Gemeinde Prinzhöfte sieht bekanntlich vor, das urige Gebäude, das nicht unter Denkmalschutz steht, zu erhalten.

Die Grundsanierung macht Fortschritte. Das Dach ist bereits eingedeckt. Nur ein kleines Stück fehlt wegen der neu herzustellenden Giebelwand auf der Eingangsseite noch. Dort, zum Parkplatz hin, fällt aktuell eine große Folie ins Auge, die vor eindringender Feuchtigkeit schützt.

Leider gab es Lieferschwierigkeiten, was das Eichenholz angeht.“

Werner Lange

Die eingangsseitige Giebelwand lässt auf sich warten. „Das Fachwerk dort kommt neu. Leider gab es Lieferschwierigkeiten, was das Eichenholz angeht“, bedauert Prinzhöftes stellvertretender Bürgermeister Werner Lange. „Die alte Wand hinter der Folie ist mittlerweile weg, der Bereich daher komplett offen, aber natürlich abgestützt“, erläutert er.

Auch die Decke wird isoliert

Im Gebäude sei der Schützenverein Schulenberg-Horstedt bereits zur Tat geschritten. „Die Helfer sind dabei, in Eigenleistung die Innenschale mitsamt Isolierung einzuziehen. Auch die Decke wird isoliert“, so Werner Lange auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Entscheidung, ob ein neuer Holzbohlen-Fußboden auf den Beton komme, sei noch nicht getroffen.

Hier schützt Folie vor eindringender Feuchtigkeit.

„Das Fundament auf der Giebelseite ist fertig. Wir hoffen, dass im Januar das Fachwerk kommt und aufgestellt werden kann“, sagt Lange. Das Ausmauern übernehme die Firma von Maurermeister Carsten Wenke. Danach könnten die Fenster in die momentan mit Platten abgedichteten Öffnungen eingebaut werden. Auch die Elektrik des Festsaals werde mitsamt Verteilerkasten komplett erneuert.

Kostenrahmen immer noch zu eng abgesteckt?

Mit den rund 200. 000 Euro, die anfangs für die aufwendige Baumaßnahme als „grobe Hausnummer“ veranschlagt waren, kommt die Gemeinde Prinzhöfte bei Weitem nicht hin. Das weiß der Rat schon länger. Architekt Hermann Dunkler-Gronwald hatte die Summe zwischenzeitlich auf etwas über 300 .000 Euro nach oben korrigiert, was sich zum Teil auch mit den erheblich gestiegenen Baustoffpreisen erklärte.

Wird das denn nun reichen? „Dazu sage ich lieber nichts“, erwidert Lange schmunzelnd auf diese Frage. Heißt wohl: Der Kostenrahmen ist offenbar immer noch zu eng abgesteckt. Schätzungen seien bei Sanierungen generell schwierig, weiß der stellvertretende Bürgermeister, zumal der Faktor des Unvorhersehbaren eine Rolle spiele. „Das kann man einfach gar nicht exakt planen.“

Zur Not auf Beton tanzen

Der Schützenverein arbeitet darauf hin, das Gebäude möglichst bereits zum Schützenfest nutzen zu können, das sich direkt an Himmelfahrt anschließt. „Mal sehen, ob"s klappt. Die Helfer sind jedenfalls fest entschlossen, das zu schaffen“, sagt Werner Lange. Die große Frage sei, „ob der Boden bis dahin drin ist“. Und wenn nicht? Aus Sicht des stellvertretenden Bürgermeisters wäre das kein Desaster. Dann müsse eben zur Not „auf Beton“ gefeiert und getanzt werden.  

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