Fest für Monika Zeugner organisiert

Ein Abschied voller Überraschungen

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Auch Claudia Sanner (l.) würdigte den großen Anteil, den Monika Zeugner (r.) an der erfreulichen Entwicklung der Freinet-Kita gehabt hat.

Schulenberg - Mit Überraschungen haben Kinder, Eltern, Kolleginnen und Wegbegleiter aus dem Verein für ganzheitliches Lernen Monika Zeugner gestern während eines vorgezogenen Abschiedsfestes im „Zentrum PrinzHöfte“ überhäuft.

Der Anlass: Die 60-jährige Freinet-Kita-Leiterin verlässt ihr bisheriges Wirkungsfeld Ende 2015. Mit ihrem Mann Lutz Wendeler will sie in Sommerhausen am Main einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

Aus kleinen Anfängen hat sich die Kindertagesstätte im „PrinzHöfte“ in Schulenberg zu einer landesweit renommierten Einrichtung mit reformpädagogischem Ansatz gemausert, die den Kindern „von Anfang an das Wort“ gibt und als Konsultationskindergarten anerkannt ist. Nicht zuletzt ein Verdienst von Monika Zeugner; gut 23 Jahre lang begleitete sie federführend diese Entwicklung sehr ambitioniert. Das unterstrich Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse in seiner Ansprache anlässlich der Verabschiedung. Er dankte Zeugner für ihren „außerordentlichen Einsatz“ mit ganzer Kraft, Herz und Kopf. Dass sie noch vorm Eintritt in den Ruhestand etwas Neues wage, passe zur Reformpädagogik, die ja das gleiche Bestreben habe. Ein denkmalgeschütztes Haus in Verbindung mit Atelier, französischem Café, Feinkostladen und einer zu vermietenden Ferienwohnung wird Monika Zeugner und ihren Mann an ihrem künftigen Lebensmittelpunkt auf Trab halten.

Lutz Wendeler fand während der Verabschiedungsfeier in einem augenzwinkernden, sehr nett mit Karikaturen illustrierten Rückblick und eingeflochtenen Spielszenen Erwähnung als „freinetpädagogische Legende“: Anneke Stuijt tauchte dabei mit leiser Ironie und viel Witz in die Biografie ihrer Kollegin Monika Zeugner ein. Anfang der 1990er- Jahre „trat der Lockvogel ihres Schicksals, die Permakultur, in ihr Leben“, erfuhren die Gäste. In diesem Zusammenhang ging es um ein Seminar, das Zeugner seinerzeit mit dem „PrinzHöfte“ vertraut machte. „In ihr erwachte die Kräuterhexe“, fuhr „Erzählerin“ Stuijt fort. Ein Anruf von Lutz Wendeler soll indes den Schilderungen zufolge eine Rolle gespielt haben bei der Entscheidung Zeugners, in die Kinderbetreuung einzusteigen. „Ihre pädagogische Seele konnte aufatmen“, kommentierte Stuijt diesen Schritt mit bewusst übertriebenem Pathos. „Es war nicht alles ganz genau so. Aber so ähnlich“, räumte die langjährige Kindergartenleiterin schmunzelnd ein.

Claudia Sanner, die ehemals die Geschäfte des Vereins für ganzheitliches Lernen führte und ihre Verabschiedung – wie jetzt Monika Zeugner – vor noch gar nicht so langer Zeit selbst erlebte, ging ihre Rückschau indes mit Ernsthaftigkeit an. Sie beschrieb die Entwicklung der Kita bis hin zur Anerkennung als Konsultationskindergarten, erwähnte aber auch anfängliche Widerstände sowie ausgestandene Kämpfe um die Anerkennung des Freinet-Kindergartens und – später – um die Erweiterung. Heute seien 23 Kinder im Kindergarten. Die Krippe „Abenteuerland“ habe zehn Plätze. Die künftige Leiterin steht übrigens bereits fest: Steffi Greiner (36) übernimmt diese Aufgabe. Seit September 2014 arbeitet sie im Freinet-Kindergarten. Auch als Mutter ist sie mit dem „PrinzHöfte“ vertraut. Ihre Tochter Ida Lotta wurde erst im Spielkreis betreut, wechselte dann in die Krippe und schließlich in den Freinet-Kindergarten.

Zu weiteren Überraschungen für Monika Zeugner zählten der Vortrag von Liedern aus der Feder der Kinder und des gesamten Kita-Teams sowie Kezmer der Gruppe „Cladatje“.

Hinzu kam eine originelle Erinnerungsmappe: Eltern und Kinder bedankten sich mit zusammengetragenen Fotos, selbst gemalten Bildern und kleinen Texten für „die schöne Zeit mit Moni“.

boh

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