„Feelings“ und Gospelchor führen Musical „Amazing Grace“ gleich dreimal auf

Stück zeichnet spannendes Leben nach

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Während eines Konfirmationsgottesdienstes im April hatte der Gospelchor einige gesangliche Kostproben von Titeln aus dem Musical in Form eines Medleys vorgetragen. Archivfoto: boh

Harpstedt/Twistringen/Sulingen - „Amazing Grace“ kennt jedes Kind – rund um den Globus. John Newton schrieb den Text für diesen Spiritual im Jahr 1773. Um seine Biografie, aber auch um das Lied selbst dreht sich das Musical „Amazing Grace“, das der Harpstedter Jugendchor „Feelings“ und der Gospelchor der evangelischen Christusgemeinde unter der Leitung von Daniela Predescu einstudiert haben und gleich dreimal aufführen werden: Die Premiere geht am Sonnabend, 11. Juli, 18 Uhr, im Hildegard-von-Bingen-Gymnasium in Twistringen über die Bühne. Tags darauf kommt das heimische Publikum ab 17 Uhr in der Harpstedter Christuskirche in den Genuss des Stücks. Und am Sonntag, 19. Juli, folgt ab 18 Uhr in der evangelischen Kirche in Sulingen die dritte Aufführung. Der Eintritt ist jeweils frei; am Ausgang wird aber um eine Kollekte zur Deckung der Kosten gebeten, die im Zusammenhang mit dem Musicalprojekt angefallen sind.

„Amazing Grace“ erzählt die gleichermaßen spannende wie wechselvolle Geschichte des einstigen Sklavenhändlers John Newton. Als Heimkind gekidnappt und als erwachsener Mann einmal knapp der Todesstrafe entronnen, arbeitete er zeitweise als Steward auf dem britischen Sklavenschiff „Levant“.

Nach einer bedrohlichen Überfahrt auf See bekehrte er sich am 10. Mai 1748 zum Christentum. Am 29. April 1764 wurde er zum Diakon vereidigt und im Juni zum anglikanischen Priester ordiniert. Der Geistliche der anglikanischen Kirche und gebürtige Londoner (*24. Juli 1725) kämpfte gegen die Versklavung der Schwarzen – mit Erfolg: 1807, im Jahr seines Todes, erwirkte er mit seinem Freund William Wilberforce im Parlament die Abschaffung der Sklaverei im britischen Reich.

„Amazing Grace“, das nach dem gleichnamigen Song benannte Chormusical von Andreas Malessa und Tore W. Aas, fand nach seiner Uraufführung im Herbst 2014 ein sehr positives Echo. Sowohl die bewegende Geschichte als auch die „großartige Musik“ beeindruckte Kritiker.

boh

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