Familie Rolappe feiert 250-jähriges Bestehen ihres Hofes in Hackfeld

Alte Flaschen zeugen von bewegter Geschichte

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Die Familie Rolappe lud zur Jubiläumsfeier ein.

Hackfeld - Von Sophie Filipiak. Der Name Rolappe ist seit hunderten von Jahren untrennbar mit einem Hof in Hackfeld verbunden. 1872 kaufte Hermann Gerhardt Rolappe das Haus mit integrierter Gastwirtschaft. Das Gebäude selbst steht dort aber bereits seit 1765 – wie ein Spruch über der Eingangstür beweist. Grund genug für die Bewohner diesen 250. Geburtstag gebührend zu feiern.

Marco Rolappe sowie seine Frau Teresa wohnen zusammen mit ihren drei Kindern Vivian, Veronika und Johannes auf dem rund ein Hektar großen Anwesen. Da der Familienvater als Tischler in Wildeshausen arbeitet, kann er sich nicht um den gesamten Hof kümmern. Sein Vater, Johann Rolappe, hatte zusammen mit dem Großvater noch Schweine und Kühe gehalten.

Von der wechselvollen Geschichte des Hauses zeugen viele Urkunden, die Gerda Rolappe, die Großmutter von Marco Rolappe, über die Jahre gesammelt hat. In einem alten Schrank im Esszimmer werden die Papiere aufbewahrt. Darunter auch ein Schreiben aus dem Jahr 1914. Darin wird dem damaligen Besitzer Heinrich Rolappe die Schankgenehmigung entzogen. Das bedeutete das Ende der Gaststätte, die sich – perfekt am Verbindungsweg zwischen Colnrade und Harpstedt gelegen – bei den Reisenden großer Beliebtheit erfreute. Die alten Dokumente, historische Aufnahmen und einen detaillierten Stammbaum der Familie haben die Rolappes in Bilderrahmen gefasst. Diese präsentierten sie während der Jubiläumsfeier am Sonnabend. Geladen waren neben der Familie auch alle Nachbarn und Bekannten, sodass sich ganz Hackfeld auf dem Hof versammelt hatte. Dass dort schon früher gern gefeiert wurde, davon zeugen unzählige Flaschen, die noch heute immer mal wieder beim Umgraben der Beete entdeckt werden. „Damals hielten die Schützen hier ihre Feste ab“, erklärt Marco Rolappe. Seine Familie engagiert sich seit Generationen im Schützenverein Reckum/Winkelsett. Bereits zwei Majestäten haben in Hackfeld 4 gewohnt: Marco Rolappe selbst und sein Vater.

Dass das Haus noch lange im Besitz der Familie bleiben wird, daran hat Marco Rolappe keinen Zweifel: „Ich bin hier aufgewachsen und will eigentlich auch nie wegziehen.“

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