Fachausschuss befasst sich auch mit Ersatzneubau des Burggraben-Umläufers

Abschnitt des Hopfenwegs in Harpstedt erneuern?

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Darüber, ob für die Erneuerung des Hopfenweges auf dem Abschnitt zwischen Redekerweg und „Netto“-Zufahrt in Harpstedt Mittel in den Flecken-Haushalt 2016 eingestellt werden sollen, berät am kommenden Montag, 7. März, der Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde im örtlichen Hotel „Zur Wasserburg“. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr.

Der in Betonrechteckpflaster befestigte Gehweg auf der Südseite des Hopfenweges weise Versackungen und erhebliche Unebenheiten auf, ebenso der in Verbundsteinpflaster hergestellte Seitenstreifen auf der Nordseite, heißt es in der Beratungsvorlage. Anlieger hätten „diesen Zustand“ wiederholt zur Sprache gebracht. Nach Einschätzung der Bauverwaltung wäre das bloße Aufnehmen des Gehweges und des Seitenstreifens allerdings „nicht zielführend“, zumal auch die Hochborde in Richtung Fahrbahnrinne versackt seien. Folglich müsste die Rinnenanlage ebenfalls aufgenommen werden. Für die Risse und Abplatzungen aufweisende – 4,70 Meter breite – Fahrbahn schlägt die Verwaltung ferner das Abfräsen der bituminösen Oberfläche und das Aufbringen einer Asphaltfeinbetondecke vor. „In diesem Zusammenhang“, so heißt es abschließend in der Beratungsvorlage, „könnte auch die Umgestaltung des Hopfenweges zu einer verkehrsberuhigten Zone“ für den Ausbauabschnitt „durchgeführt werden“. Die Verwaltung kalkuliert mit benötigten Haushaltsmitteln von 300.000 Euro im Etat 2016.

Ob Anliegerbeiträge fällig werden, ließ Gemeindedirektor Ingo Fichter gestern auf Nachfrage unserer Zeitung offen. Das hänge maßgeblich davon ab, was genau die Politik beschließe. Eine bloße Sanierung wäre nicht beitragspflichtig, eine bauliche Verbesserung oder gar Erneuerung hingegen schon.

Ein weiteres Thema in der Fachausschusssitzung ist der Burggraben-Umläufer. Hintergrund: Die alte Auslaufkonstruktion unter dem Wanderweg zwischen der Wasserburg- und der Weißen Brücke war im Herbst 2015 zusammengebrochen. Gemäß Nutzungsvertrag mit dem privaten Eigentümer des Weges obliegt es dem Flecken Harpstedt, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Unterhaltung zu übernehmen. Als Notmaßnahme war zunächst die entstandene Bauwerksgrube mit einer Stahlplatte überbrückt worden. Das könne aber kein dauerhafter Zustand sein, argumentiert die Verwaltung. Sie schlägt die „Ausführung des Auslaufbauwerkes mit einem Thyssen-Armco-Profil“ vor – wegen der schweren Zugänglichkeit der Baustelle, aber auch, um das Eigengewicht des Bauwerkes einzuschränken und dessen Überbauung so gering wie möglich zu halten. Die Gesamtaufwendungen inklusive Ingenieurs- und Baunebenkosten werden auf rund 50.000 Euro brutto geschätzt.

Im Verlauf der Sitzung befasst sich der Ausschuss mit weiteren Haushaltsansätzen in seiner Zuständigkeit.

Rubriklistenbild: © dpa

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