250.000 Euro für Harpstedter Wohnprojekt der Himmelsthür

Erster Spatenstich nun nicht mehr fern

Schon vor längerer Zeit erwarb die Diakonie Himmelsthür das Baugrundstück an der Mullstraße. Im Sommer 2017 soll der Neubau bezugsfertig sein. - Archivfoto: Bohlken

Harpstedt - Eine gefühlte halbe Ewigkeit hat die Diakonie Himmelsthür auf die finanzielle Absicherung des dezentralen Wohnprojektes gewartet, das sie in Harpstedt an der Mullstraße realisieren will. Nun steht dem ersten Spatenstich nichts mehr im Wege.

Die „Aktion Mensch“ hat jetzt mitgeteilt, sie fördere das Wohnprojekt für Menschen mit geistiger Behinderung in Harpstedt mit 250 000 Euro. Diese Zuschusszusage hatte die Himmels-thür sehnlichst erhofft. An der Mullstraße will sie ein bedarfsgerechtes neues Zuhause für 24 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung errichten, vor allem für Betroffene mit hohem Pflegebedarf und Einschränkungen in der Mobilität. Andernorts hat sie mit solchen Häusern sehr gute Erfahrungen gemacht.

Das Harpstedter Neubauprojekt ist Teil einer mittelfristigen Dezentralisierung von 240 stationären Wohnplätzen des Trägers in der Region Niedersachsen-Nord; die Diakonie Himmelsthür reduziert dabei in ihren Großeinrichtungen 240 stationäre Wohnplätze. Letztere lagert sie stattdessen in kleine, aber zentral gelegene Wohnungen und Wohngemeinschaften aus. Es geht dem Träger darum, Menschen mit Handicap und Unterstützungsbedarf ein selbstbestimmteres, inklusiveres Leben zu ermöglichen.

Der Neubau, der nun in Harpstedt realisiert und im Sommer 2017 bezugsfertig sein soll, liegt in einem gewachsenen Wohngebiet; die künftigen Bewohner leben zurzeit noch auf dem Zentralgelände des Trägers in Wildeshausen.

Die „Aktion Mensch“ weist im Zusammenhang mit der Nachricht von der finanziellen Förderung des Vorhabens darauf hin, dass gemeinnützige Organisationen, „die ähnliche Ideen zu inklusiven Projekten umsetzen möchten“, bei ihr finanzielle Unterstützung beantragen können. Näheres dazu ist im Internet nachzulesen. Die Förderungen, die seitens der „Aktion Mensch“ gewährt werden, gehen letztlich zurück auf etwa 4,6 Millionen Menschen, die sich regelmäßig an Deutschlands größter Soziallotterie beteiligen.

www.aktion-mensch.de/foerderung

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