Bürgermeister Herwig Wöbse überreicht im Rat Entlassungs- und Ernennungsurkunden

Erste Feuerwehrneugründung in der Samtgemeinde

Nach den förmlichen Entlassungen und Ernennungen – von links: Ratsvorsitzender Stefan Pleus, Jens Bultmeyer, Johann Neuhaus, Jürgen Buchholz, Gemeindebrandmeister Günter Wachendorf, Jonas Klann und Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse. Foto: Bohlken

Prinzhöfte – In wenigen Tagen endet die Existenz der Freiwilligen Feuerwehren Klein Henstedt sowie Prinzhöfte-Horstedt. Ab dem 1. Oktober schreibt die Stützpunktfeuerwehr Prinzhöfte ein ganz neues Kapitel. Eine solche Neugründung gab es in der Geschichte der Samtgemeinde Harpstedt noch nicht. Was rein formell kein Zusammenschluss ist, kommt im Ergebnis durchaus als solcher daher. Die Henstedter und Prinzhöfte-Horstedter Brandschützer selbst hatten mit ihrem Wunsch zum Fusionieren den Stein ins Rollen gebracht. Dieser Schritt sichert nicht zuletzt auch künftig die personelle Sollstärke in der Einsatzabteilung. Eine Konsequenz: Künftig wird nur noch ein Ortskommando benötigt. Das erklärt, warum Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse am Donnerstagabend einen Stapel gerahmter Entlassungs- und Ernennungsurkunden überreichte, nachdem der Samtgemeinderat die – feuerwehrintern bereits getroffenen – personellen Weichenstellungen einstimmig befürwortet hatte.

Die neue Stützpunkt-Doppelspitze bilden als Ortsbrandmeister Jürgen Buchholz, der sechs Jahre lang die Wehr Prinzhöfte-Horstedt führte, und als sein Stellvertreter Jens Bultmeyer (in dieser Funktion, sozusagen als „Vizechef“, hatte er schon von 2002 bis 2013 in der Ortswehr Klein Henstedt gewirkt). Beide erhielten je eine Ernennungsurkunde für eine sechsjährige Amtszeit. Zuvor hatte der Samtgemeindebürgermeister Buchholz eine Entlassungsurkunde überreicht sowie zusätzlich einen Gutschein als Anerkennung. Grund: Mit der in Kürze aufgelösten Wehr Prinzhöfte-Horstedt erübrigt sich dafür – wie auch für Klein Henstedt – eine Wehrführung. Gerade mal vier Minuten lang war Buchholz zwischen Entlassung und Ernennung nicht Ehrenbeamter. Daher bedurfte es keiner Erneuerung des Diensteides. Sein künftiger Stellvertreter in der Stützpunktfeuerwehr Prinzhöfte, Jens Bultmeyer, musste indes die Eidesformel sprechen. Wöbse überreichte außerdem Johann Neuhaus, der seit 2002 ohne Unterbrechung als Ortsbrandmeister an der Spitze der Klein Henstedter Wehr stand, und seinem bisherigen Stellvertreter Jonas Klann, der in dieser Funktion seit 2014 wirkte, je eine Entlassungsurkunde nebst Gutschein. Einer fehlte: Johann Brinkmann. Er bringt es auf insgesamt 31 Jahre als stellvertretender Ortsbrandmeister der Wehr Prinzhöfte-Horstedt. Seine Amtszeit endete schon im August. Deshalb erübrigte sich eine förmliche Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis. Die Dankesurkunde, die Wöbse (nebst Gutschein) mit ins Sitzungslokal „Zur Wasserburg“ gebracht hatte, bekommt Brinkmann nachgereicht.

Herwig Wöbse nannte den – von der Politik mitgetragenen – Entschluss der Brandschützer zum Zusammengehen mutig. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese mit einer Heraufstufung zur Stützpunktfeuerwehr einhergehende Fusion ausgesprochen teuer wird. Vor allem wegen des Feuerwehrhausneubaus für Prinzhöfte, der mittelfristig kommt.  boh

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