TTouch-„Instruktorin“ Karin Petra Freiling freut sich auf Linda Tellington-Jones

Erfinderin der „Zauberkreise“

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Seit vielen Jahren befreundet: Linda Tellington-Jones (links) und Karin Petra Freiling.

Klosterseelte/Dünsen - Von Jürgen Bohlken. Erst kürzlich haben Karin Petra Freiling und ihr Mann André die Tellington TTouch-Begründerin Linda Tellington-Jones und ihren Gatten Roland Kleger auf Hawaii besucht, da deutet sich schon ein Gegenbesuch an. Mit der aus Kanada stammenden Koryphäe verbindet das Ehepaar aus Klosterseelte mehr als nur gemeinsame berufliche Bande. Die langjährige Freundschaft manifestiert sich auch etwa darin, dass Linda Tellington-Jones den bei den Freilings beheimateten Tierschutzverein „Verbindung zwischen den Arten e.V.“ als Schirmherrin begleitet.

Vom 5. bis zum 7. April wird die Begründerin der berühmten hebenden, streichenden und kreisenden Berührungen, denen gesundheitsförderliche, schmerzlindernde oder auch stressabbauende Wirkungen nachgesagt werden, etwa 30 „Practitioner“ in einem TTouch-Training für Fortgeschrittene schulen. Zu den Schauplätzen dieser Fortbildung zählt neben dem Anwesen der Freilings und der Klosterseelter Altenpension der Heidehof Wolfsgrund von Volker Paetzold in Ahausen-Eversen zwischen Verden und Rotenburg/Wümme. Als „Ausbildungsstützpunkt“ – insbesondere für die Theorie – dient das Hotel Rogge Dünsen. Dort gestaltet Linda Tellington-Jones obendrein am 7. April eine öffentliche 19-Uhr-Abendveranstaltung. Dabei stellt sie ihre TTouches vor und demonstriert deren praktische Anwendung an Mensch und Tier. An der Abendkasse kostet die Karte 30 Euro. Im Vorverkauf kann sie für 25 Euro das Stück über die Website barin.college (Mail-Adresse: info@barin.college) bestellt werden.

Das vorausgehende „Advanced Training“ (Fortgeschrittenentraining) deckt alle Anwendungsbereiche der TTouches ab – am Pferd, an Kleintieren und am Menschen. Es versteht sich als Trilogie. Jeder Ausbildungstag steht im Zeichen eines Fachbereichs. Ein nicht unerheblicher Teil der Absolventen, die sich aus allen möglichen Teilen der Bundesrepublik rekrutieren, nimmt mit eigenen Hunden teil. Die Leitung obliegt der 80-jährigen Meisterin Tellington-Jones höchstpersönlich. Die beherrscht die deutsche Sprache, zumal sie hierzulande einige Jahre lang gelebt und gewirkt hat.

Erfolge sogar bei Koma-Patienten

Karin Petra Freiling freut sich schon unglaublich auf den Besuch – und darauf, sich von der renommierten Verhaltens- und Körpertherapeutin inspirieren zu lassen. Die 50-Jährige aus Klosterseelte hat es selbst in der TTouch-Kompetenzhierarchie weit gebracht. Sie zählt zu den „Instruktorinnen“, von denen es weltweit nur zehn gibt. Erstmals persönlich in Kontakt mit Tellington-Jones kam die Biologin, als sie 1995 im Zuge ihrer Diplom-Arbeit über Bonobos schrieb.

36 TTouches sind Freiling bekannt. Sie unterscheiden sich in den Hand- und Fingerhaltungen. Nicht zuletzt geht es darum, körperliche Balance und eine bessere Vernetzung der Gehirnhälften zu erreichen und so emotionale Ausgeglichenheit herzustellen. „Ein ängstlicher Hund hat seine Rute eingeklemmt und den Rücken gekrümmt. Wir können schon an seinem Körper ablesen, wie es ihm emotional geht. Wenn es uns gelingt, die Haltung zu verändern, verändert sich automatisch die Biochemie in seinem Körper. Das heißt: Die Emotionen fahren runter, und der Hund ist im Ergebnis ausgeglichener“, spricht die „Instruktorin“ aus Erfahrung. Ihre eigene Nichte, gerade mal vier Jahre jung, weiß ebenfalls bereits um die wohltuende Wirkung der TTouches. „Wenn sie hingefallen ist und sich wehgetan hat, will sie sofort diese ,Zauberkreise’ haben. Ebenso, um besser einschlafen zu können“, erzählt Karin Petra Freiling schmunzelnd.

Bei Menschen mit Behinderungen oder Demenz seien viele Erfolge mit TTouches erzielt worden, wie sich Erfahrungsberichten von Angehörigen entnehmen lasse. Karin Petra Freiling erzählt von einer verunglückten und ins Koma gefallenen jungen Frau. „Ihr Mann ist großartig mit ihr umgegangen. Er hat ihr ihre Lieblingslieder vorgesungen, sie gekämmt und ihr vorgelesen. Sie reagierte aber nie erkennbar darauf. Eine Practitionerin hat ihm dann ein paar TTouches gezeigt. Der Mann probierte diese an seiner Gattin aus. Daraufhin hat sie ihm mit einem Kussmund ihre Zuneigung gezeigt. Und das war der Beginn ihrer Genesung“, berichtet Karin Petra Freiling.

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