Entwicklung Dünsens wird weiter diskutiert

Bürger sehen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum

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Der Diskussionsabend war gut besucht.

Dünsen - Weil das Baugebiet am Ahornring in Dünsen nun doch schnell „vollläuft“, besteht in der Einwohnerschaft der Wunsch nach neuen Wohnbauflächen, günstigen Mietwohnungen für junge Familien sowie kleineren altengerechten Wohnungen für Ältere, die innerhalb der Gemeinde aus ihren Einfamilienhäusern umziehen möchten. Das hat die Dünsener Bürgerliste (DBL) am Montag aus einer Veranstaltung zur Entwicklung der Gemeinde mit rund 45 Bürgern im „Landhaus“ mitgenommen. Auf der Grundlage von Daten, die Heinz-Jürgen Greszik präsentiert hatte, war eine rege Diskussion entstanden.

Dünsens Einwohnerzahl, die 2001 mit 1252 einen Höchststand erreichte, bewege sich inzwischen stetig abwärts und werde laut Prognose des Kommunalverbundes 2030 bei 1084 liegen, so Greszik. Die Bautätigkeit habe nach den Jahren 1991 bis 1995 (56 Wohnungen) stetig abgenommen. 2009 und danach seien nur sechs Wohnungen entstanden. Bürgermeister Hartmut Post berichtete, derzeit laufe der Verkauf noch freier Baugrundstücke am Ahornring sehr gut. Mit 58 Euro je Quadratmeter sei Bauland in Dünsen im kommunalen Vergleich äußerst günstig. In der Gemeinde gebe es keinen Wohnungsleerstand.

Greszik erwähnte das rege Vereinsleben mit seinen vielfältigen sportlichen, kulturellen und geselligen Angeboten. „Für Dünsen ist die sehr gute Internet-Anbindung eine gute Werbung“, sagte Thomas Kopmann. Dünsen müsse „nach innen wachsen“, meinte Klaus Meyer; für die Senioren müsse Wohnraum geschaffen und gefördert werden, damit Alteingesessene im Alter Alternativen zum Umzug in ein Seniorenzentrum in der Nachbarschaft hätten. Karin Schweers und Stefan Hehr hielten langfristig ein Mehrgenerationenhaus für erstrebenswert. Timo Sontowski fügte hinzu, die Nachfrage nach günstigem, sozialem Mietwohnraum steige stark; das sei bei der weiteren Planung unbedingt zu berücksichtigt. Hartmut Post, der mit vier weiteren Ratsmitgliedern teilnahm, stellte in Aussicht, nördlich des Binsenweges ein neues Baugebiet zu entwickeln.

Stefanie Hehr thematisierte den Transport älterer Bürger zu den Einkaufsmärkten und zu Ärzten. Die Einrichtung von Fahrdiensten wäre eine Option. Wie auch ein Bürgerbus – der aber würde sich allein für Dünsen wohl nicht rechnen. Das Thema müsse erneut auf die Tagesordnung, lautete eine Forderung. Ralph Altendorf bot hierzu eine Umfrage an, die er gern organisieren würde.

In Dünsen herrsche ein gutes Miteinander vor, urteilte André Laukstadt, der als Gast aus der Gemeinde Kirchseelte angereist war. Dies gelte es weiter auszubauen. Stefan Hehr schlug vor, die Gemeinde-Entwicklung auch künftig zu diskutieren; ein Stammtisch böte sich als Forum an, um weitere gute Ideen hervorzubringen. Und der Heimatverein möge eine „Unterabteilung“ unter dem Motto „Dünsen hat Zukunft“ gründen, wünschte sich Hehr.

Die Anwesenden einigten sich darauf, den nächsten Diskussionsabend auf den 1. Februar 2016 zu legen. Als Einführungsthema schlug Rüdiger Pötsch Daten zur Entwicklung der Altersstruktur in Dünsen vor. Günter Michael brachte die nicht zu Ende geführte Diskussion über Rundwanderwege durch die Gemeinde zur Sprache, die seiner Ansicht nach wieder aufgenommen werden sollte. Dem hielt Heinrich Dittmer-Hohnholz entgegen, die Natur brauche auch ihre Ruhe und dürfe nicht ständig durch Menschen gestört werden.

eb

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