Weihnachtsreiten des Reitclubs „Sport“

Elfen, Indianer und kleine Eisköniginnen geben sich ein adventliches Stelldichein

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Kim Michelle Straßer ließ ihre Hündin Devina kleine Kunststücke vollführen (oben links). Ein nach wilder Jagd gefasster Hundedieb wurde öffentlich vorgeführt (rechts daneben). Auch voltigierende Indianer (unten) mischten am Sonntag die Reithalle auf.

Gross   Köhren - Weihnachtsgebäck auf den Tischen verführt zum Naschen. Der Duft von Glühwein liegt in der Luft. Eltern bringen sich mit Handys und Kameras in Position, um den großen Auftritt ihrer Kinder mit Fotos oder bewegten Bildern für die Nachwelt zu „konservieren“.

Kai-Uwe Lindenbauer aus dem Vorstand des Reitclubs „Sport“ Harpstedt heißt sie in der Reithalle des Vereins in Groß Köhren herzlich zum Weihnachtsreiten willkommen. Ein dickes Dankeschön zollt er allen Ausbilderinnen und Ausbildern, die für den Schaunachmittag mit ihren Reit- und Voltigiergruppen ein Vorführungsprogramm mit adventlichem Anstrich einstudiert haben. Das sei beileibe gar nicht so einfach. „Das muss ja alles passen, damit sich ein stimmiges Bild ergibt“, weiß Lindenbauer. 

In der heutigen Zeit werde es ohnehin zunehmend schwieriger, sich ehrenamtlich einzubringen. Von daher sei das in die Reitausbildung investierte Engagement keineswegs selbstverständlich. „Jetzt wissen wir erst so richtig, was du alles für den Verein geleistet hat“, merkt Lindenbauer in Richtung Harald Straßer an, ehe er dem ehemaligen Vorsitzenden das Mikro überlässt, denn dessen Aufgabe besteht darin, das Geschehen zu moderieren und zu kommentieren.

Die ganz Kleinen dürfen den Anfang machen. Ein bisschen Lampenfieber plagt die als Eisköniginnen zurechtgemachten Voltigiermädels von Maditha Niemann, Sina Templin, Inken Müller und Anna Wloch natürlich schon, als sie die Reithalle stürmen, um sodann Voltigierfiguren zu zeigen. 

Doch im Großen und Ganzen läuft doch alles wie am Schnürchen. Zwar sitzt nicht jede Figur hundertprozentig, aber das erwartet ja auch niemand von den Voltigieranfängerinnen. Die „Voltis“ geben ihr Bestes. Darauf kommt es an. Und dafür spenden Eltern, Geschwister und die anderen Zuschauer reichlich Applaus.

In einer zweigeteilten Quadrille setzen Schützlinge von Dagmar Würdemann die Geschichte von der „Weihnachtsmann & Co. KG“ in Szene. Die Handlung geht auf eine 26-teilige Zeichentrickserie zurück, die 1997 ihre Erstausstrahlung auf Super-RTL erlebte und seither etliche Male wiederholt worden ist. 

Die Geschichte dreht sich um den Weihnachtsmann sowie einige Elfen, die am Nordpol wohnen und Spielzeuge für Kinder produzieren – mit dem Ziel, dass die Präsente pünktlich zum Heiligen Abend in den Wohnstuben unter den Tannenbäumen liegen. Doch da gibt es ein paar Fieslinge, die genau das verhindern wollen...

Ex-Vorsitzender in der Schurkenrolle

„Wo ist Devina?“ Warum Kim Michelle Straßer eine Schaunummer mit dieser Frage betitelt hat, klärt sich im weiteren Verlauf auf. Die Golden-Retriever-Hündin Devina avanciert im Handumdrehen zum Publikumsliebling. Kim Michelle lässt den neunjährigen Vierbeiner Kunststücke vollführen und unter anderem auch durch einen Reifen springen. 

In der Handlung der Vorführung mutiert Devina zum „Diebesgut“. Ein fieser Schuft stiehlt die Hündin. Nach wilder Jagd zu Pferde wird der Strolch, gespielt von Harald Straßer, gefasst und mit einem Seil um den Händen durch die Halle gezerrt. Devina indes genießt die zurückerlangte Freiheit, muss allerdings höllisch aufpassen, dass sie nicht „unter die Hufe“ kommt.

Sodann stürmen zahlreiche „Indianer“ herein und glänzen, nachdem sie sich ausgiebig warm gemacht haben, mit Voltigierfiguren.

Eine phantasievolle Darbietung jagt die andere. „Die drei Musketiere“ kommen ebenso zum Zuge wie „Lucky Luke“. Springreiter des RC „Sport“ zeigen Auszüge aus ihrem Training und vollführen sogar ein paar höhere Sprünge. 

Nach dem unterhaltsamen Darbietungsreigen dürfen sich neben den genannten Ausbildern auch Tanja Günzel, Britta Schulenberg, Cora Schlüter, Ute Klattenhoff und Werner Haske für ihre Mitwirkung am kurzweiligen Programm auf die Schulter klopfen.

Klar, dass bei so viel Einsatz der Weihnachtsmann höchstpersönlich herein schaut und zur Bescherung schreitet. Der „Mann in Rot“ zieht zum krönenden Abschluss naturgemäß die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Er verteilt Tüten mit süßen Überraschungen an alle Kinder und Jugendlichen – an die aktiven, aber auch an diejenigen, die zugeschaut haben.

boh

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