Eisenbahnfreunde setzen den Triebwagen ein

Noch ohne Dampf am 1. Mai in die neue Saison

Ungewohnter Anblick: Die Räder der Dampflok mal vor und nicht unter der Lok. - Foto: DHEF/Joachim Kothe

Harpstedt - Obwohl die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde (DHEF) in den vergangenen Monaten kräftig „Dampf gemacht“ haben, damit es am Maifeiertag „dampft“, hat es nicht ganz gereicht: Zum Start der neuen Museumsbahnfahrsaison muss der Verein auf den Triebwagen T 121 als „Zugpferd“ zurückgreifen.

„Für die Hauptuntersuchung der Dampflok mussten Räder und Radlagerschalen aufgearbeitet werden. Das ging nur außerhalb von Harpstedt“, erläutert der Vorsitzende Andreas Wagner. „Die Teile sind zwar rechtzeitig zurückgekommen, aber für die letzten notwendigen Überprüfungen durch den Sachverständigen, den Einbau und die Probefahrten hat es nun nicht mehr gelangt.“

Wenngleich der T 121, eine aus dem Jahr 1940 stammende Diesellok, zum Saisonauftakt eingesetzt wird, geht auch der kombinierte Pack-/Postwagen wieder mit auf die Reise. „Darin eingeworfene Postkarten und Briefe landen in den eingebauten Briefkästen und bekommen je einen Sonder-Bahnpoststempel, bevor sie zwecks Zustellung an die Deutsche Post übergeben werden“, erläutert Wagner.

Der erste Zug am Maifeiertag verlässt Harpstedt um 9.30 Uhr in Richtung Delmenhorst-Süd. Weitere folgen um 13.30 Uhr und um 17 Uhr. Unterwegs können Fahrgäste in Dünsen, Groß Ippener, Kirchseelte, Heiligenrode, Groß Mackenstedt, Stelle, Annenheide und am Hasporter Damm aus- oder zusteigen. Endstation ist der Bahnhof Grüne Straße in Delmenhorst-Süd. Von dort geht um 10.45 Uhr, 14.45 Uhr und 18.20 Uhr zurück gen Harpstedt.

Eine kleine Theke im Triebwagen und die Minibar sorgen unterwegs für Stärkungen in fester und flüssiger Form. Beliebt ist bei vielen Radlern die Möglichkeit, einen Ausflug teils auf der Schiene und teils mittels eigener Muskelkraft zurückzulegen. „Drahtesel“ werden daher auch in der neuen Saison in allen Zügen mitgenommen. Die historische Kleinbahn „Jan Harpstedt“ ist darauf bestens vorbereitet. „Ein Pack- und ein Güterwagen fahren in jedem Zug mit, um die Fahrräder abseits der Personenabteile zu befördern. Unser erfahrenes Personal sorgt für einen sachgemäßen Transport sowie ein zügiges Ein- und Ausladen an den gewünschten Stationen“, verspricht Pressesprecher Joachim Kothe.

Jenseits viel befahrener Verkehrswege ließen sich mit Museumsbahn und Fahrrad die Umgebungsorte der idyllischen Haltepunkte, etwa Kirchseelte, Heiligenrode oder Harpstedt, erkunden oder aber Ausflugsziele abseits der Strecke erreichen – unter anderem das Nordwolle-Museum in Delmenhorst oder „das lebendige Städtchen Wildeshausen“.

Radwanderkarten und Vorschläge für Fuß-Wanderungen rund um die Haltepunkte der Bahn sind im Zug erhältlich. Den genauen Fahrplan, eine Möglichkeit zur Online-Buchung und weitere Informationen gibt es im Internet. Größeren Reisegruppen wird empfohlen, sich unter Tel.: 04244/2380 anzumelden.

www.jan-harpstedt.de

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