„Chaostag“ an der Oberschule Harpstedt

Einstein trifft Teletubbies

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In der Verkleidung einer fettleibigen Königin „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer singen? Das empfand der passionierte Rocker Eike Harnisch, bekennender Kiss- und Sweet-Fan, als doppelte Strafe. Er nahm’s mit Humor. - Fotos:

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. „Ich muss mal irgendwann gesagt haben, dass ich das Lied von Helene Fischer nicht mag“, seufzte Eike Harnisch, Klassenlehrer der R10b. Dieses Wissen verwendeten die Abgänger der Oberschule Harpstedt am „Chaostag“ prompt gegen ihn: Vor der versammelten Schülerschaft musste er „Atemlos durch die Nacht“ singen. Und das auch noch verkleidet als adipöse Königin.

Dazu spielte Martina Janßen, Klassenlehrerin der H9, auf der Klarinette. Und schwitzte im Teletubby-Kostüm. Wie auch Ruth Stöppelkamp, die ihrerseits die H10 zum Schulabschluss geführt hat. Sie kam bei einem Tänzchen mit einem Schüler zusätzlich in Schweiß. Die Vierte im Bunde, Ute Hegen, machte derweil als Albert Einstein eine gute Figur; die Klassenlehrerin der R10a ließ sich sogar kurz dazu hinreißen, die Zunge auszustrecken – wie der Begründer der Relativitätstheorie selbst auf einem weltberühmten Foto.

Tanzender Teletubby: Ruth Stöppelkamp.

Apropos relativ: Verhältnismäßig schwer kam das Nonsensprogramm mit Spielchen in die Gänge, wobei sich Lehrkräfte und Schüler für gewöhnlich gleichermaßen zum Affen machen. Mal blieb das Einspielen der Musik aus, was die johlende Menge mit „Schmeißt den DJ raus!“-Gesängen quittierte. Dann wieder litt die Bühne unter zu starker Beanspruchung und musste durch Entfernen einiger Elemente kurzerhand schrumpfen. 

Klarinette spielender Teletubby: Martina Janßen.

Die ungewollten Längen im Programm dürften teils auch der durchfeierten Nacht geschuldet gewesen sein, die hinter den Schulabgängern lag. In der ersten Sunde passierte nicht allzu viel: Ein bisschen Stopp-Tanz und ein Spiel, in dem es darum ging, mit möglichst originellen Darbietungen möglichst lautstarken Applaus einzuheimsen – das war’s schon fast.

Mit ausgestreckter Zunge kam Ute Hegen dem „Original“, dem berühmten Physiker Albert Einstein, optisch ziemlich nahe.

Am Ende aber hatten dann doch alle ihren Spaß. Und die Lehrkräfte ließen wiederum durchblicken, dass sie keine Spaßbremsen sind.

Das eher anrührende Kontrastprogramm folgt an diesem Freitag mit der offiziellen Entlassfeier und der Ausgabe der Abschlusszeugnisse.

Am Chaostag, einst Remmidemmi-Tag genannt, ist den Schulabgängern traditionell rein gar nichts peinlich.

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