Einige Bienenvölker haben sich mit der Amerikanischen Faulbrut infiziert

Veterinäramt verhängt Sperrbezirk um Prinzhöfte

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Die Amerikanische Faulbrut gefährdet nun auch die Bienenvölker in der Gemeinde Prinzhöfte.

Prinzhöfte - Die Amerikanische Faulbrut ist in der Gemeinde Prinzhöfte ausgebrochen. Laut Informationen des Ersten Kreisrates Christian Wolf sind die Bienenvölker von sieben Imkern betroffen. Damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet hat der Landkreis Oldenburg nun einen Sperrbezirk um die Gemeinde eingerichtet.

Wie der Landkreis mitteilte, wurde der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut bei den Bienen bereits am 11. und 24. März in der Gemeinde Prinzhöfte amtlich festgestellt. Damit sich die Krankheit, die zum Sterben des Bienennachwuchses führt, nicht weiter ausbreiten kann, muss das Veterinäramt ein Gebiet um den Seuchenbetrieb mit einem Radius von mindestens einem Kilometer als Sperrbezirk festlegen. So soll eine Verbreitung unterbunden werden.

Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Die Brut stirbt größtenteils ab, was zur Folge hat, das die Zahl der Bienen in dem Volk immer geringer wird und das Volk schlussendlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern. Die Larven lösen sich vollständig auf und hinterlassen einen braunen, zähen Schleim. Die Krankheit ist für den Menschen ungefährlich, der Honig kann ohne jede Einschränkung auch weiterhin verwendet werden.

Sämtliche Bienenstände im Sperrbezirk sind dem Veterinäramt des Landkreises Oldenburg unverzüglich unter Angabe des genauen Standortes schriftlich zu melden. Das Formular zur Anzeige einer Bienenhaltung kann im Internet auf der Seite des Landkreises Oldenburg im Bereich des Veterinäramtes unter der Rubrik „Anträge und Formulare“ abgerufen oder telefonisch unter 04431/ 85482 angefordert werden.

Zudem müssen alle gemeldeten Bienenvölker und Bienenstände unverzüglich auf die Krankheit untersucht werden. Diese Untersuchung ist für die Imker kostenlos, teilte der Landkreis mit.

Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.

Dies gilt aber nicht für Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, wenn sie an wachsverarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden. Auch Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist, ist davon ausgeschlossen. Völker dürfen weder in den Sperrbezirk gebracht, noch daraus entfernt werden.

Der vom Veterinäramt des Landkreises festgelegte Bereich erstreckt sich von der Autobahn 1 bis an die Gemeindegrenze beim Flecken Harpstedt und östlich bis zur Gemeinde Groß Ippener. Westlich begrenzt die Straße „Wunderburg“ in Richtung der Einmündung zur K9 den Sperrbezirk.

Weitere Informationen können Imker im Internet auf der Landkreisseite erhalten.

www.oldenburg-kreis.de

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