Tränen beim Abschied der Besuchergruppe aus Loué 

„Eine große menschliche Bereicherung“

Präsentation von Gastgeschenken: Wiebke Wachendorf (Dolmetscherin), Jacky Bassereau (Präsident der Musikvereinigung), Maik Bitter (Dolmetscher), Adjutant-Chef Philippe Corbes, Nicolas Padois (stellvertretender Orchesterleiter), der stellvertretende Ortsbrandmeister Jürgen Wachendorf, Rüdiger Wolle, Arnold Meyerholz und Kerstin Wolle (Mitglieder des Orga-Teams), Lieutenant Jérôme Hougayé (Chef der Sapeurs-Pompiers Loué) und Lieutenant Anthony Mussard (von links). - Foto: Hartmann

Harpstedt - Von Harro Hartmann. Tränen flossen am Donnerstagmorgen auf dem Feuerwehrhausvorplatz im Flecken, ehe die 55-köpfige Gruppe aus Loué zurück in die Heimat reiste. Seit Sonnabend hatten die Gäste aus Frankreich und ihre Harpstedter Gastgeber Freundschaften aufgefrischt, vertieft und neue geschlossen.

Einen etwas übermüdeten Eindruck machten beim Abschied einige Beteiligte. Es war am Vortag spät geworden: Im „Marktkieker“ stieg eine Abschiedsparty. Die Feier krönte den an Höhepunkten reichen diesjährigen Austausch zwischen den Sapeurs-Pompiers aus Harpstedts Partnerstadt Loué, dem Orchestre de la Vègre und der Feuerwehr Harpstedt. Der stellvertretende Ortsbrandmeister und verantwortliche Organisator, Jürgen Wachendorf, bedankte sich bei den Gästen für die vier erlebnisreichen Tage, ebenso bei seinem Team, das ihn unterstützt hatte. „Wir haben uns sehr gefreut, dass ihr hier gewesen seid“, sagte er zu den französischen Freunden.

Jacky Bassereau, Präsident der Musikvereinigung Orchestre de la Vègre aus Loué-Brûlon, bedankte sich für die herzliche Aufnahme in den Gastfamilien und das ansprechende Programm, ebenso bei Birgit und Klaus Corleis für die musikalische Mitwirkung während der beiden Konzerte in Wildeshausen und Harpstedt. Er sprach die Hoffnung aus, dass der Austausch weitergehen möge. Nachwuchs gibt es jedenfalls. Die jüngste Beteiligte an der diesjährigen Begegnung ist gerade mal vier Jahre alt.

Adjutant-Chef Philippe Corbes, bei der Feuerwehr in Loué verantwortlich für die Partnerschaftspflege, bekundete: „Wir haben die Zeit hier genossen. Leider geht sie so schnell vorbei. Der Besuch der Gedenkstätte Esterwegen hinterließ starke Eindrücke. Wir arbeiten daran, dass die Zukunft besser wird, als die Vergangenheit war. Wir freuen uns, dass sich neue Personen am Austausch auf beiden Seiten beteiligen.“

Lieutenant Jérôme Hougayé, Chef der Sapeurs-Pompiers Loué, zeigte sich gerührt von herzlichen Aufnahme und der geschenkten Aufmerksamkeit. „Es war für mich eine große menschliche Bereicherung. Und ich habe neue Freunde gefunden!“ Abschließend erging an die Harpstedter Feuerwehr und die Mitglieder des ehemaligen Jugendspielmannszuges die Einladung, Ende August 2018 nach Loué zu kommen.

Bevor alle Beteiligten zum Essen übergingen, galt es, Geschenke auszupacken. Die Gäste hatten mehr oder weniger schwere Pakete mitgebracht. Zum Vorschein kamen eine Ortstafel mit der Aufschrift „Loué“, eine Gedenktafel mit dem Schriftzug „Amitiés Franco-Allemandes depuis 1969“ (Freundschaften Frankreich-Deutschland seit 1969) sowie zwei Kisten mit Spezialitäten der Region um Loué und ein Fotobuch zur Erinnerung an die zwei Jahre zurückliegenden Feierlichkeiten in Loué aus Anlass des 45-jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft.

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