Der Dünsener Ralph Altendorf gründet eine Nachbarschaftswache in seinem Heimatort

Ein klares Signal an Einbrecher

Ralph Altendorf vor dem Glockenturm in Dünsen
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Ralph Altendorf kämpft mit Plakaten und Aufklebern gegen Einbrecher.

Dünsen – Eine Einbruchsserie beschäftigt derzeit Polizei und Einwohner in der Samtgemeinde Harpstedt. Am 27. September schlugen Täter in Kirchseelte zu, am selben und darauffolgenden Tag in Dünsen. Und vor einer Woche scheiterten Einbrecher in Klosterseelte, weil die Bewohner sie bemerkten und die Polizei alarmierten.

In Kirchseelte gründeten Meike und Frank Mathé daraufhin die „Neighbourwatch“. Diese Idee greift nun der Dünsener Ralph Altendorf für seinen Heimatort auf. Wie in Kirchseelte will der 74-Jährige mit Plakaten und Aufklebern die Nachbarschaft für dieses Thema sensibilisieren und potenziellen Einbrechern die klare Botschaft senden, dass sie unter Beobachtung stehen. „Jeder Piks ist hilfreich, um die Täter auf andere Gedanken zu bringen“, ist Altendorf überzeugt. „Wenn wir mit unserer Aktion nur einen einzigen Einbruch verhindern, hat sie sich schon gelohnt.“

In der dunklen Jahreszeit nehmen Einbrüche zu

Gerade in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit bestehe Handlungsbedarf, weil Delikte dieser Art dann massiv zunehmen, mahnt der 74-Jährige. Er beschränkt die von ihm initiierte Nachbarschaftswache zunächst auf die drei Straßen „Am Hang“, „Eichenkamp“ und „Im langen Tal“. 50 Plakate mit der Aufschrift „Warnung – Nachbarschaftswache – Geschützter Bereich“ hat er angefertigt. Einlaminiert und aufgeklebt auf Tabletts können sie nun einfach aufgehängt werden.

Neben den Plakaten im DIN A4-Format sollen zehn mal zehn Zentimeter große Aufkleber zum Einsatz kommen, die die Bewohner an Fenstern, Haus- und Terrassentüren anbringen. „Den spontanen Einbruch verhindern wir damit wohl nicht, aber wenn Täter die Gegend vorher auskundschaften, sehen sie, dass diese Nachbarschaft genau hinschaut“, verdeutlicht der Dünsener. „Die Plakate und Aufkleber werden in jedem Fall dafür sorgen, dass wir selbst nicht vergessen, einmal mehr auf das Nachbargrundstück zu achten und es stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.“ In den drei Teststraßen hat Altendorf bereits sechs Plakate angebracht und Aufkleber verteilt.

Nachbarschaftswache kann jederzeit ausgedehnt werden

Das soll aber nur der Anfang sein. „Die Nachbarschaftswache kann jederzeit ausgedehnt werden“, erklärt der 74-Jährige. Dazu setzt er auf Unterstützung. „Ein bis zwei Personen könnten die Aktion als Paten für deren jeweilige Straße umsetzen.“ Die Nachbarschaftswache müsse sich auch nicht auf Dünsen beschränken. „Warum sollten nicht auch Bürger aus Harpstedt oder anderen Gemeinden mitmachen“, wünscht sich Altendorf. So, wie er durch die Kirchseelter Initiative auf die Idee der Nachbarschaftswache kam, setzt der Dünsener nun selbst auf weitere Nachahmer.

Für den morgigen Samstag hat Altendorf um 14 Uhr zu einem Informationsgespräch an den Glockenturm in Dünsen Mitstreiter und Interessierte eingeladen. Wer sich an der Nachbarschaftswache beteiligen und dazu Warn-Aufkleber haben möchte, kann sich zudem ab Montag, 18. Oktober, mit Altendorf telefonisch unter 04244/7917 in Verbindung setzen. Ein paar Mitstreiter hat er bereits gefunden. Einige jugendliche Dünsener um Maurice Weispfennig unterstützen ihn aktiv. Wie erfolgreich die Nachbarschaftshilfe langfristig sein werde, hänge letztendlich vom Engagement der Bürger ab.

Gründung einer Whatsapp-Gruppe ist vorstellbar

Auch die Gründung einer Whatsapp-Gruppe „Nachbarschaftshilfe“ könnte Altendorf sich vorstellen. Die Nachbarn an der Straße „Auf dem Fuchsberg“ in Klosterseelte haben eine solche schon seit Monaten. Sie funktionierte auch vergangene Woche bei dem versuchten Einbruch. Umgehend waren sämtliche Anwohner informiert und entsprechend gewarnt.

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