Bürgerauto-Team bietet Versorgungsfahrten an

Dünsener Einkaufsservice: Bislang gibt es keine Anfragen

Premiere: Im Juli 2019 nahmen Hartwig Jabusch (l.) und Bürgermeister Hartmut Post (r.) das Auto entgegen. ArchivFoto: Boh

Dünsen/Kirchseelte – Normalerweise sind die Bürgerautos in Dünsen und Kirchseelte für Gemeinschaftsfahrten gedacht – Einkäufe, aber auch Arztbesuche werden damit ermöglicht. Das geht in der Coronakrise jedoch nicht. „Im Auto kann man keine anderthalb oder zwei Meter Abstand einhalten“, sagt Hartwig Jabusch, Fahrtdienstleiter in Dünsen. Deshalb haben er und Bürgermeister Hartmut Post vor einer Woche entschieden, einen Einkaufsservice anzubieten.

Konkret soll das Angebot wie folgt ablaufen: Wer etwas aus dem Supermarkt haben will, schreibt eine möglichst detaillierte Liste inklusive der Angabe, in welchem Laden eingekauft werden soll, und meldet sich bei Jabusch (Telefon 0172/4256933, montags bis freitags zwischen 8 und 9 Uhr). Dieser macht dann in Absprache mit den Fahrern einen Termin aus. Zum verabredeten Zeitpunkt holen diese dann Einkaufszettel, eine Tasche sowie das nötige Geld bei den Bürgern zu Hause ab und fahren los. Die Übergabe der Waren und des Wechselgelds erfolgt ebenfalls direkt an der Haustür. Der Service ist kostenlos.

Bislang sei das Angebot allerdings noch gar nicht in Anspruch genommen worden, berichtet Jabusch auf Nachfrage: „Wir hatten mehr erwartet.“ Hinzu komme, dass auch die Fahrten zur Wildeshauser Tafel ausfallen, weil diese derzeit geschlossen ist.

In Kirchseelte, wo es ebenfalls ein Bürgerauto gibt, sei ein solcher Service nicht geplant, sagt Bürgermeister Klaus Stark – aus Vorsorgegründen: „Wir schauen, dass die ehrenamtlichen Fahrer, die alle in der Risikogruppe sind, nicht fahren.“ Die üblicherweise regelmäßigen Einkaufstrips fallen seit etwa zwei Wochen weg. Die Kommunikation innerhalb der Gemeinde sei jedoch auch in der Krise gut, berichtet Stark. Niemand, der auf Hilfe angewiesen sei, stehe allein da. „Die Leute wissen: Die Gemeinde kümmert sich.“

Er und Post versichern zudem, dass die Bürgerautos im Notfall weiterhin stets zur Verfügung stehen.

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