Kulturnacht in Dünsen lockt rund 400 Besucher zum Glockenturm

Verlockende Vielfalt mobilisiert Musikfreunde

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Bezaubernd: die „Marienkäfer“ der Kirchengemeinde Heiligenloh-Colnrade.

Dünsen - Von Anja Rottmann. Die dritte Kulturnacht in der Samtgemeinde Harpstedt, diesmal in Dünsen, hat am Sonnabendnachmittag einen regelrechten Besucheransturm erlebt. Rund 400 Gäste nutzten in und an der Zufluchtskirche unter dem Motto „Musik am Glockenturm“ die Möglichkeit, entweder einzelne Gruppen oder gar das komplette Programm bis in die späten Abendstunden hinein zu verfolgen.

Zu Beginn sprach Schirmherr und Bürgermeister Hartmut Post dem Cheforganisator Steffen Akkermann und dessen Team Dank für die Realisierung des Konzertreigens aus. „Es ist immer eine tolle Sache, wenn Musikgruppen aus der Samtgemeinde Harpstedt für dieses Event gewonnen werden. So können beispielsweise die Colnrader sehen, was hier in Dünsen so los ist“, sagte Post.

Stärkungen gab’s in fester und flüssiger Form.

Die süßen Gaumenfreuden vom reichhaltigen Kuchenbuffet fanden viele dankbare Abnehmer. Nicht nur zu Beginn, sondern auch zwischendurch stärkten sich die Musikfreunde und plauschten dabei an großen Tischen in den Räumen der Kirche. Die erzielten Erlöse kommen sowohl dem Kindergarten als auch der Krippe in Dünsen zugute. Für das Buffet hatte die Elternschaft im Vorfeld fleißig gebacken.

Das Quartett „Stimmenbar“ machte Lust auf sein Sommerprogramm. 

Zusätzlich lockten Kaltgetränke, Brezeln und Bratwurst. Wegen des hochsommerlichen Wetters musizierten die Posaunenchöre Harpstedt und Colnrade sowie die „Klosterbachtaler“ nicht in der Kirche, sondern im Freien – ebenso das Jugendblasorchester Beckeln, das gemeinsam mit den Harpstedter „Pragern“ auftrat.

Den Anfang machten zwei Kinderchöre der evangelischen Gemeinde Harpstedt: „Kirchturmspatzen“ und „Harmony's“ unterhielten unter der Leitung von Daniela Predescu mit lustigen Liedern und passenden Tänzen. Weiter ging es mit den „Marienkäfern“. Dieser Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde Heiligenloh-Colnrade, bestehend aus Nachwuchs im Alter von vier bis zehn Jahren, glänzte ebenfalls mit Kinderliedern. Wahre Beifallsstürme erntete sodann „Gospel United“ unter der Leitung von Kai Gröhlich. Die Sängerinnen und Sänger aus der evangelischen Gemeinde Heiligenloh-Colnrade gaben einen Vorgeschmack auf ihr gerade entstehendes Konzertprogramm.

Harmonierten prächtig miteinander: die Harpstedter „Prager“ und das Jugendblasorchester der Feuerwehr Beckeln. 

Die Posaunenchöre aus Colnrade/Heiligenloh und Harpstedt servierten derweil Auszüge aus ihrem breiten Repertoire an Volksliedern, alten und neuen Kirchenmusiken sowie modernen Stücken.

Zum ersten Mal bei einer Kulturnacht dabei: „Stimmenbar“. Das Quartett hatte sich aus einer Laune heraus im Dezember 2016 aus „Gospel United“ gegründet. Mit ihren ausdrucksstarken Stimmen, die wunderbar harmonierten, machten die Mitstreiter Lust auf ihr Sommerprogramm „Season of love“. „Wir sind mittlerweile viel unterwegs, spielen auch auf Hochzeiten, Taufen und Benefizveranstaltungen. Man kann sagen: Wir sind aus dem Nichts entstanden – und eingeschlagen wie eine Bombe“, meinte „Stimmenbar“-Mitglied Sarah Bockhorn. Auf ein ganz anderes musikalisches Terrain begab sich indes der Landfrauenchor unter der Leitung von Linde Wessel, der Volkslieder sang. Die „Klosterbachtaler“ aus Kirch- und Klosterseelte ließen traditionelle Blasmusik erklingen. Der Kirchenchor Harpstedt gefiel mit einer besonders stimmungsvollen Präsentation von Kirchenmusik.

Mitreißen ließen sich die Zuhörer gern von den „Feelings“ – und einem Extrakt aus ihrem Programm „Summerwind“ mit Melodien aus Musical, Rock und Pop, das am Sonntag, 24. Juni, 17 Uhr, in der Harpstedter Christuskirche zu erleben ist. Gänsehautmomente bereiteten Luis Villar mit einem Frank-Sinatra-Potpourri sowie Frederike Windhusen mit „Valerie“ von Amy Winehouse und „Santa Claus“ dem Publikum. Ebenso Alina Kolweyh und Bjarne Kolb mit einem Stück aus „Das Phantom der Oper 2“.

Musik der mitreißenden Art servierte „Gospel United“ um seinen musikalischen Leiter Kai Gröhlich den Zuhörern in der Zufluchtskirche.

Der seit 15 Jahren von Daniela Predescu geleitete Harpstedter Gospelchor zog bei der Darbietung sehr populärer Gospelsongs stimmlich alle Register und erntete brandenden Applaus.

Beim gemeinsamen Gastspiel des Jugendblasorchesters Beckeln und der „Prager“ hatten einige Nachwuchsdirigenten aus beiden Orchestern bei einigen Stücken ihren großen Einsatz. Den Schlusspunkt setzte am späten Abend der Gemischte Chor Harpstedt unter der Leitung von Steffen Akkermann mit einem bunt gemischten Programm. Zusätzlich rundeten plattdeutsche Beiträge, Streicher und Satire das Programm der dritten Kulturnacht ab, die als voller Erfolg gewertet werden darf.

Steffen Akkermann zeigte sich mehr als zufrieden: „Es hat alles wunderbar geklappt, und wir lagen auch immer im Zeitplan.“

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