SC Dünsen erhält für sein Integrationsprojekt eine Finanzspritze von der DFB-Stiftung Egidius Braun

„1:0 für ein Willkommen“

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Arbeiten zusammen für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in Dünsen: Erich Meenken, Andrea Schadwinkel, Helmut Riedebusch, Christian Hohnholz (hintere Reihe, v.l.) sowie Carsten Krudop (r.).

Dünsen - Ein Beispiel für erfolgreiche Integrationsarbeit zeigt der SC Dünsen: Seit einiger Zeit leben junge Männer aus dem Sudan in der Gemeinde. So ergriffen die Vorstandsmitglieder Andrea Schadwinkel, Christian Hohnholz zusammen mit Trainer Carsten Krudop die Initiative, den jungen Menschen im Rahmen des Projektes „1:0 für ein Willkommen“ eine Unterstützung zu geben. Die jungen Flüchtlinge sind noch nicht lange in Deutschland, und viele sind der neuen Sprache kaum mächtig. Doch das ist für die beiden Trainer Hohnholz und Krudop kein Problem. „Fußball kennt alle Sprachen, doch wenn es sein muss, verständigen wir uns auf Englisch“, scherzte Krudop.

Das Projekt hat die DFB-Stiftung Egidius Braun ins Leben gerufen. Sie unterstützt in den Jahren 2015 und 2016 gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie unter zusätzlicher Finanzbeteiligung der Nationalmannschaft jährlich bis zu 600 Fußballvereine mit Fördergeldern.

Die Entscheidung über eine Förderung basiert auf dem Hauptkriterium, dass sich die Fußballvereine um Flüchtlinge kümmern, in dem sie an einem offenen Spielangebot auf dem Vereinsgelände teilnehmen und eine kostenlose Mitgliedschaft im Verein erhalten.

Ein Gesamtpaket, das der SC Dünsen erfüllt. Darüber zeigten sich auch die Vorstandsmitglieder des Fußballkreises Oldenburg Land/Delmenhorst, Erich Meenken und Helmut Riedebusch, erfreut und übergaben am Montagabend den beiden Trainern einen Scheck über 500 Euro. „Wichtig ist, dass ihr euch um die Flüchtlinge kümmert und ihnen das Gefühl gibt, dass sie hier bei uns willkommen sind“, sagte Riedebusch zu den SC-Mitgliedern.

Zwischen acht und zehn junge Männer kommen ein bis zweimal die Woche zum Schulsportplatz, um zu trainieren. „Unser Ziel ist es auch, Flüchtlinge zu unterstützen und sie auf den Alltag in Deutschland vorzubereiten, indem wir uns mit ihnen auch auf Deutsch unterhalten“, sagte Hohnholz.

Über das Netzwerk Facebook hatte er auch bereits im Vorfeld die Einwohner in Dünsen um Unterstützung gebeten, gebrauchtes Sportzeug und Fußballschuhe zu spenden. Und viele gaben bereitwillig die nötige Ausrüstung. Für Hohnholz ist die Arbeit mit den Flüchtlingen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung zugleich, wie er sagt.

jb

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