DRK-Ortsvereine Harpstedt und Bassum unterwegs

35 Reisende entdecken den Spessart

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Den etwas beschwerlichen Aufstieg zur Hauptburg konnten nicht alle Beteiligten mitmachen. 

Harpstedt/Bassum - Den inszenierten „Überfall“ von „Räubern“ wird die Reisegesellschaft in guter Erinnerung behalten, die Begegnung mit einer etwas übellaunigen Gräfin hingegen eher nicht.

Aber der Reihe nach: Eine 35-köpfige Gruppe hat kürzlich während einer mehrtägigen Tour der DRK-Ortsvereine Harpstedt und Bassum in den Spessart viel gesehen und erlebt – auch in kulinarischer Hinsicht, erfolgte die Unterbringung doch in einem Hotel mit Metzgerei. Hochzufrieden zeigten sich die Teilnehmer mit dem Reiseleiter, der sie die ganze Zeit begleitete, ihnen alles anschaulich und lebendig erklärte, nicht einfach ein Programm „abspulte“, sondern gern und geduldig Fragen beantwortete. Schon in der Bischofsstadt Würzburg, dem ersten Ausflugsziel, stand er den „Nordlichtern“ zur Seite. „Zur mächtigen Festung und bis in den inneren Burghof hat uns der Bus gebracht. Dann begann für uns der Aufstieg bis zur Hauptburg. Oben angekommen, belohnte uns eine herrliche Aussicht auf die Altstadt mit den Mainbrücken für die Anstrengung“, erzählt Erika Hormann aus Harpstedt, die Organisatorin der Reise.

Im Anschluss besuchte die Gruppe die Residenz und den Dom, den drittgrößten Sakralbau Deutschlands, sowie den Rokokogarten in Veitshöchheim. Im Zuge weiterer Fahrten nach Wertheim und Miltenberg bestaunten die Reisenden reich verzierte Fachwerkhäuser und das Kloster Engelberg. Eine Kaffee-Schiffstour auf dem Main bot ihren Füßen Gelegenheit, sich ein wenig zu erholen. 

Gräfin verweigert Zutritt

Am vorletzten Tag ging es zum berühmten Wasserschloss in Mespelbrunn. Hier kam es dann zu der schon erwähnten unschönen Begegnung mit der Gräfin des Schlosses, „die uns“, so Erika Hormann, „schnell umkehren ließ“. Was genau vorgefallen war? „Die Gräfin, mit deren inzwischen verstorbenem Mann unser Reiseleiter bekannt war, erwischte wohl einen schlechten Tag. Sie wollte uns keinen Zutritt gewähren. Wir hatten beabsichtigt, uns nur den Schlosspark anzusehen, aber keine Schlossbesichtigung zu machen. Das blieb uns verwehrt“, erzählt Erika Hormann. Sodann schaute sich die Gruppe das Renaissanceschloss Johannesburg mit Pompejanum in Aschaffenburg an. Während der Rückfahrt ereilte sie ein unerwarteter „Überfall“, zu ihrem Glück nur spielerisch in Szene gesetzt: „Spessart-Räuber“ mit Fingerabdrücken im Gesicht „kaperten“ den Bus, ließen die Gesellschaft aussteigen und geleiteten sie zu einem Holzschober, wo die auserkorenen „Opfer“ erst einmal mit einem „Räuberkräuterschluck“ ihre Trinkfestigkeit unter Beweis stellten. 

Die rauen Gesellen erwiesen sich im weiteren Verlauf als illustre Zeitgenossen und ganz passable Sänger. Erika Hormanns Gatte Ehler ließ sich von ihnen mit einem dicken Tau fesseln. Dabei mischte auch junger „Räubernachwuchs“ mit. Sodann suchte sich einer der Räuber eine neue Braut aus dem Kreise der „Überfallenen“. Lieder und Musik rundeten das Spektakel ab. „Das war ein tolles Erlebnis. Wir bekamen sogar ein Lob, weil wir die Prozedur nicht einfach über uns ergehen ließen, sondern richtig gut mitgemacht hatten“, erzählt Erika Hormann. Die „Nordlichter“ demonstrierten, dass auch sie singen können, und trugen das Lied „An der Nordseeküste“ vor. Am Ende mussten sie sich selbst eingestehen: „Ja, es gibt tatsächlich Räuber im Spessart. Große und sogar kleine.“ Dank zollte die Gruppe sowohl dem Reiseleiter als auch „Busfahrer Willi“, ehe sie die heimatlichen Gefilde wohlbehalten wieder erreichte. „Das war eine wirklich schöne Tour“, denkt Erika Hormann gern an die erlebnisreiche Reise zurück. 

boh

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